Bild: David Young/dpa
Zwei Fragen, zwei Antworten

Zu seinem 69. Geburtstag hatte Bundesinnenminister Horst Seehofer gescherzt – über 69 Flüchtlinge, die "ausgerechnet" an diesem Tag nach Afghanistan abgeschoben wurden. Wenig später dann wurde bekannt: Einer davon beging dort kurz nach seiner Ankunft Suizid. (bento)

Ein weiterer dieser 69 Menschen darf nun nach Deutschland zurückkehren – weil er zu Unrecht abgeschoben wurde.

Weshalb darf der Afghane zurück?

Nasibullah S. hatte im Dezember 2015 Asyl in Deutschland beantragt, das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) lehnte seinen Antrag jedoch im Februar 2017 ab. In der Begründung hieß es laut NDR, dass er nicht in den gefährlichen Süden des Landes zu seiner Familie zurückkehren müsse, sondern auch in anderen Landesteilen leben könne.

Der 20-Jährige klagte gegen den Bescheid und hatte eigentlich am 11. Juli einen Termin am Verwaltungsgericht Greifswald – dazu kam es jedoch nicht, da er bereits am 3. Juli abgeschoben wurde. 

Erst zwei Wochen nach seiner Abschiebung wurde der Fall bekannt. Das BAMF räumte daraufhin "Verfahrensfehler" ein. Nach Angaben von Innenminister Seehofer habe die Behörde die Identität des Mannes falsch zugeordnet. 

Wie läuft seine Rückkehr ab?

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur sorgte das Auswärtige Amt nach der widerrechtlichen Abschiebung zunächst dafür, dass der Mann nahe der afghanischen Hauptstadt Kabul sicher untergebracht wurde. 

Dem NDR berichtete der 20-Jährige hingegen, dass er die Tage vor seiner Abreise in einem Hotel in Kabul verbringe, wo er sich unsicher fühle: "Ich habe große Angst, immer, wenn ich auf die Straße gehe. So wie jeder in Kabul. Denn die Stadt ist überall unsicher, ständig gibt es Explosionen, Selbstmordanschläge." 

Mittlerweile befindet er sich auf dem Rückweg nach Deutschland – dieser ist jedoch lang: Nasibullah S. muss zuerst in die pakistanische Hauptstadt Islamabad reisen, wo er in der deutschen Botschaft sein Visum für die Weiterreise erhält. Am Freitag soll er dann in Deutschland eintreffen.

Mit Material von dpa


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