Und für selbstbestimmte Information von Frauen.

Am Samstag regnete es fast überall in Deutschland, es war grau und nass. Und trotzdem versammelten sich in zahlreichen deutschen Innenstädten Menschen, um für ein gemeinsames Ziel zu protestieren: die Abschaffung des Paragrafen 219a, dem vermeintlichen "Werbe-" und faktischen Informationsverbot über Abtreibungen.

Das "Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung", ein Zusammenschluss aus Beratungsstellen, Interessengruppen, Parteien und Einzelpersonen, hatte zu dem bundesweiten Aktionstag aufgerufen. Ihre Forderung: "Weg mit 219a". (Website des Bündnis)

Der Protesttag war eine Reaktion auf den Vorschlag zur Überarbeitung von 219a, den die Bundesministerinnen und -minister Katarina Barley, Franziska Giffey, Jens Spahn und Helge Braun im Dezember vorgelegt hatten. 

Der Entwurf sieht vor, dass Paragraf 219a bestehen bleibt, und schlägt lediglich kleine Änderungen und begleitende Maßnahmen vor. Kristina Hänel und weitere Ärztinnen, die derzeit von Strafverfolgung betroffen sind, kritisierten den Vorschlag als "Nullnummer", der es Ärztinnen und Ärzten weiterhin verbiete, über Schwangerschaften zu informieren.

Stattdessen fordert Hänel deshalb: Paragraf 219a ganz abschaffen.

Dass viele andere Menschen diese Forderung unterstützen, zeigte sich an der Resonanz auf den Aktionstag: In ganz Deutschland gab es am Samstag Kundgebungen, Veranstaltungen in über 25 Städten listet das Bündnis auf seiner Website auf.

Bilder und Nachrichten von den Veranstaltungen verbreiteten sich am Samstag auch in den sozialen Netzwerken: Schon am Vormittag trendete der Hashtag #wegmit219a auf Twitter, dazu gab es zahlreiche Eindrücke aus den verschiedenen Städten.

Hier zum Beispiel die verregnete Demo in Bremen:

Und in Gießen:

In Freiburg unterstützen Medizinstudierende die Proteste:

Und in Berlin Künstlerinnen und Künstler.


"Muschis gegen 219a" – dieser Tweet zeigt eine Auswahl von Plakaten von der Berliner Demo:

Auch in Göttingen wurde gegen 219a plakatiert:

In Frankfurt am Main gab es einen Flashmob mit zugeklebten Mündern:

Ein Symbol, das sich durch die 219a-Proteste zieht: Auch in den sozialen Netzwerken gebrauchen es viele, um sich gegen das Informationsverbot zu wehren.

Überhaupt gab es auf Twitter viel Solidarität von Menschen, die vor Ort nicht dabei sein können:


Von Flensburg bis München: Menschen in Deutschland stehen auf gegen das Informationsverbot bei Abtreibungen – und geben sich nicht mit dem Vorschlag der Bundesregierung zufrieden.



Grün

"Ich will, dass ihr in Panik geratet": Greta Thunberg findet wieder deutliche Worte gegen den Klimawandel

Das Weltwirtschaftsforum in Davos ist zu Ende. Rund 2.500 Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft kamen zusammen, um über die Globalisierung, die Flüchtlingskrise und den Klimawandel zu sprechen. (bento) Mit dabei war auch Greta Thunberg. Die 16-jährige Klimaaktivistin aus Schweden hielt eine emotionale Rede, in der sie wieder einmal klare Worte für ihr Anliegen fand.


Was hat sie in ihrer Rede gesagt?

In einer Diskussionsrunde sagte Greta, dass die Zeit für Höflichkeiten vorbei sei. Nun sei es an der Zeit, deutlich zu sein. Und das wurde sie in ihrer Rede auch:

"Ich will, dass ihr handelt, als wenn euer Haus brennt, denn das tut es", appellierte sie an die Teilnehmer und Teilnehmerinnen des Weltwirtschaftsforums.