Bild: Nasa

Der Klimawandel ist real. Erst vergangene Woche haben 15.000 Wissenschaftler in einem gemeinsamen Brief erneut vor den Folgen der Erderwärmung gewarnt (bento), nun legt auch die Nasa nach. Pünktlich zur Weltklimakonferenz in Bonn hat sie ein neues Tool auf ihrer Website veröffentlicht.

Mit der interaktiven Karte kann jeder nachvollziehen, wie stark die Gletscher in den kommenden Jahren schmelzen werden – und in welchen Küstengebieten die Meere ansteigen.

Die Karte soll Politikern und Wissenschaftlern helfen, "den Anstieg der Meere besser zu verstehen", sagte Eric Larour, einer der Entwickler, zu CNN. Kurzum: Sichtbar machen, was noch unvorstellbar scheint.

Hier könnt ihr das Nasa-Tool ausprobieren.
(Bild: Nasa)
Darum geht's:
  • Temperaturschwankungen gibt es in der Erdgeschichte immer wieder. In den vergangenen Jahrzehnten stieg die Erwärmung jedoch unnatürlich schnell an.
  • Den Grund sehen viele Forscher in der raschen Industrialisierung, vor allem im Verbrennen von Kohle und in der Massentierhaltung. 
  • Die Erwärmung der Atmosphäre hat vor allem zwei Effekte: Die Pole und Gletscher schmelzen und das Meerwasser dehnt sich aus.
Außerdem sorgt der Klimawandel für immer extremere Wetterphänomene. Das sind die Folgen:
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Wissenschaftler gehen derzeit davon aus, dass der Meeresspiegel in den kommenden Jahren je nach Region zwischen 30 Zentimetern und 1,20 Meter ansteigen wird. Das ist vor allem in ärmeren Regionen und für Inselstaaten ein großes Problem: 

Längst werden durch den Anstieg ganze Küstendörfer weggeschwemmt, Strände erodieren.

Für die interaktive Karte hat die Nasa 293 Küstenstädte untersucht und zwei Dinge festgehalten: den Meeresanstieg und den Süßwassergehalt von bereits geschmolzenem Gletschereis. Je weiter ein Gletscher entfernt war, desto stärker hatte er aufgrund der Gravitation Einfluss auf eine Küstenregion, sagt Nasa-Entwickler Larour. "Eisfelder sind so schwer, dass sie beim Schmelzen das Gravitationsfeld verändern."

Das heißt: Die Schneeschmelze in Kanada kann so zum Beispiel für wegbrechende Küsten in Ostafrika sorgen.

Um dem Klimawandel etwas entgegenzusetzen, gibt es nun diese Initiative. Leider ohne Deutschland:


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AfD-Politiker fordert Intelligenztest für Neumitglieder

Kommende Woche findet der 12. Landesparteitag der Saarland-AfD statt. Und er muss über eine hochwichtige Frage beraten: Braucht ein Mensch ein Mindestmaß an Intelligenz, bevor er bei der AfD mitmachen darf?

Das AfD-Mitglied Hans-Joachim Klein meint "Ja" – und möchte Neumitglieder daher künftig einem Intelligenztest unterziehen.

Für den Parteitag hat er fristgerecht einen entsprechenden Antrag gestellt. Die Begründung: 

"Bei der letzten Delegiertenwahl in Quierschied hat sich gezeigt, dass es Mitglieder gibt, die unfähig sind, zu erkennen, welche Aufgaben ein Delegierter verantwortlich zu erfüllen hat."  

Über den Antrag müssen nun die Delegierten des Landesparteitags am kommenden Samstag entscheiden.