Bild: dpa/Stefan Sauer
Fünf Fakten zum traurigen Titel

Die Deutschen knacken wieder Rekorde – im negativen Sinne: Laut des Umweltbundesamts fällt in keinem europäischen Land so viel Verpackungsmüll an, wie in Deutschland

So sehen die Zahlen konkret aus: 

1

2016 fielen hier insgesamt rund 18,16 Millionen Tonnen Verpackungsmüll an. 

Das entspricht rund 220,5 Kilogramm Joghurtbechern, Bonbontüten oder Pappkartons pro Person. 

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Der europäische Durchschnitt liegt bei 167,3 Kilogramm Verpackungsmüll pro Kopf. 

Damit sind die Deutschen Europameister im Verpackungen wegschmeißen. Außerdem hat Deutschland seinen Verbrauch auch noch gesteigert: Im Jahr 2016 produzierten die Deutschen 0,05 Prozent mehr Verpackungsreste als 2015.

3

Das sind die Gründe für die steigende Müllmenge pro Kopf: 

  • Aufwendigere Produktverschlüsse
  • kleiner portionierte Lebensmittel
  • mehr Bestellungen im Versandhandel
  • Essen und Trinken in To-Go-Behältern (SPIEGEL ONLINE)

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70 Prozent der Verpackungen wurden 2016 recycled:

  • 85,5 Prozent Glas
  • 87,9 Prozent Aluminium
  • 88,7 Prozent Papier und Kartons
  • 92,1 Prozent Stahl

Vergleichsweise niedrigere Recyclingzahlen zeigten sich bei Plastik und Holz. Nur rund 50 Prozent Kunststoff und 26 Prozent Holz wurden wiederverwertet. (Zeit)

Die Präsidentin des Umweltamts, Maria Krautzberger, kommentiert die Platzierung wie folgt: 

Wir produzieren viel zu viel Verpackungsmüll - ein trauriger Spitzenplatz in Europa.

5

Ab dem 1. Januar 2019 soll ein neues Gesetz dafür sorgen, dass weniger Verpackungsmüll in Deutschland anfällt.

Mit Inkrafttreten des Gesetzes müssen Unternehmen, die Verpackungen recyclen, höhere Quoten erfüllen. Auch die Hersteller von Verpackungsmaterial werden in die Verantwortung genommen: Sie zahlen dann möglicherweise mehr für ihr Produkt, wenn es schwerer wiederzuverwerten ist. (SPIEGEL ONLINE)


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