Bild: Pixabay/Montage: bento
Und dafür pflanzliche Produkte billiger anbieten.

Das Bundesumweltamt regt an, Fleisch und Milch künftig höher zu besteuern. "Tierische Nahrungsmittel sollten künftig mit den regulären 19 Prozent besteuert werden", sagte die Präsidentin der Behörde, Maria Krautzberger, dem "Hamburger Abendblatt". Bisher werden die meisten Lebensmittel mit der ermäßigten Mehrwertsteuer von 7 Prozent besteuert.

Werden tierische Produkte nach der Idee von Krautzberger teurer, könnte durch die Mehreinnahmen stattdessen die Steuer für pflanzliche Lebensmittel weiter gesenkt werden.

Über was für Summen reden wir konkret?
  • Die Mehrwertsteuer gilt für alle Produkte, die wir kaufen. Meistens gilt ein Satz von 19 Prozent. Ein Pullover für eigentlich 40 Euro kostet so im Handel also 47,60 Euro.
  • Für einige Produkte, unter anderem Lebensmittel und Bücher, gilt ein ermäßigter Satz von 7 Prozent. Ein Kilo Rinderfilet für 15 Euro kostet dann knapp 16 Euro.
  • Mit dem neuen Vorschlag würde es insgesamt knapp 1,80 Euro teurer werden – und ab sofort 17,85 Euro kosten.
Warum sollen tierische Produkte teurer werden?

Das Umweltbundesamt führt den Klimaschutz an. In einer aktuellen Studie heißt es, die Landwirtschaft trage wesentlich zum Klimawandel bei und sei in Deutschland der Hauptverursacher von Methan- und Lachgasemissionen. Gerade die Massenhaltung von Kühen ist dabei ein großer Faktor. Eine einzige Kuh produziert (Klartext: pupst) pro Tag bis zu 500 Liter Methan (Spektrum).

Auch insgesamt ist die Produktion tierischer Produkte schädlicher. Ein Kilogramm Rindfleisch beispielsweise verursacht zwischen 7 und 28 Kilogramm Treibhausgasemissionen – Obst oder Gemüse dagegen weniger als ein Kilogramm (tagesschau.de). Außerdem werden für ein Kilo Rindfleisch bis zu 15.500 Liter Wasser verbraucht. (WWF) Und um das Soja für das Kraftfutter anbauen zu können, werden im Regenwald riesige Flächen abgeholzt. (NZZ)

Wenn tierische Produkte teurer werden – so die Idee des Umweltamtes – dann werden sie weniger gekauft und schließlich weniger produziert.

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