Im Video: Fünf Fragen an Gordon und Aljosha vom YouTube-Kanal "Vegan ist ungesund"

Wenn die Menschheit weniger Fleisch essen würde, könnte so der Klimawandel bekämpft werden. Aber wie soll das funktionieren?

Schätzungen zufolge leben in Deutschland derzeit etwa acht Millionen Menschen, die sich fleischlos ernähren (ProVeg). Der durchschnittliche Fleischkonsum eines Menschen in Deutschland liegt allerdings bei 1,15 Kilogramm pro Woche. Die Produktion von Nahrungsmitteln, insbesondere Fleischprodukten, ist laut dem Fachjournal "The Lancet" für 30 Prozent des Treibhauseffekts verantwortlich. Um die Gesundheit der Menschen zu verbessern und drastische Umweltschäden zu vermeiden, müssen sich Landwirtschaft und Ernährung weltweit verändern (SPIEGEL ONLINE). 

5 Gewissensfragen

Darf ich noch Plastikbecher für meine Party kaufen? Lieber keine Avocados mehr essen und auf Öko-Mode umsteigen? Kurz: Wie können wir konsumieren, ohne das Klima und unsere Umwelt zu belasten? Weil es uns im Alltag manchmal schwer fällt, Kaufentscheidungen mit unserem Gewissen zu vereinbaren, fragen wir diejenigen, die sich täglich mit dem Thema beschäftigen: Aktivistinnen, Blogger, Unternehmerinnen.

Muss ich dafür komplett auf Fleisch verzichten oder ist es in Ordnung, hin und wieder ein Käsebrot zu essen? Wir haben mit Aljosha Muttardi, 31, und Gordon Prox, 33, gesprochen. Die beiden leben seit einigen Jahren vegan. Die Erfahrungen, die sie dabei machen, teilen sie auf ihrem Youtube-Kanal "Vegan ist ungesund". Ihr Ziel: Vorurteile gegenüber Veganerinnen und Veganern abzubauen.

Ob man als Veganer ein Heuchler ist, wenn man ab und zu eine Ausnahme macht, erfährst du im Video oben.


Gerechtigkeit

Warum nicht alle gleich von Umweltproblemen betroffen sind

Im Fahnenmeer von "Fridays for Future" fallen Abeni und die schwarzen Kinder und Jugendlichen kaum auf. Rebecca Abena Kennedy-Asante, genannt Abeni ist Teil des "BPoC Environmental and Climate Justice Collective", einer von vielen Initiativen, die sich seit dem großen Klimastreik regelmäßig an den Demos beteiligen. BPOC steht für Schwarze Menschen und People of Color.

Abenis Kollektiv ist anders als die anderen Gruppen.

Abeni ist zwischen 20 und 30, ihr genaues Alter möchte sie nicht sagen. Beim Klimastreik im September stand Abeni auf der Bühne vor dem Brandenburger Tor, in der Hand ein Mikro und erklärte, warum der Kampf gegen den Klimawandel auch etwas mit dem Kampf gegen Rassismus zu tun hat: