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Die US-Umweltbehörde EPA entlässt bis August Dutzende Wissenschaftler – sie sollen die Behörde nicht länger in Klimafragen beraten. Das meldet die "Washington Post". Insgesamt werden so 38 von 49 Plätzen in einem Wissenschafts-Komitee der EPA frei. 

Warum? Weil die US-Regierung unter Donald Trump den Klimawandel nicht als real ansieht – und daher kritische Wissenschaftler nicht gebrauchen kann.

Die Erkenntnisse zum Klimawandel zu verneinen, war einer der ersten Schritte von Trump. Gleich am ersten Amtstag seiner Amtszeit verschwanden alle Infos dazu auf den Regierungsseiten (bento). 

In den Monaten danach wurde es für Mitarbeiter der EPA schwer. Hier haben wir einen Insider gefragt, wie seine Behörde unter Trump funktioniert:

Was bedeutet die Massenentlassung nun?

Die Behörde hat Platz für neue wissenschaftliche Mitarbeiter – und wird sich wahrscheinlich Wissenschaftler suchen, die den Klimawandel wie Trump für ein Märchen halten. Das dürfte allerdings schwer werden: 97 Prozent aller Klimaforscher sind sich einig, dass der Klimawandel real und vom Menschen verursacht ist (Skepticalscience.com).

Auch die Daten der EPA sind nicht verloren – denn immer mehr US-Städte wehren sich gegen Trumps Klimapolitik.

Die Erkenntnisse, die Trump auf der Homepage der EPA löschen lies, tauchen nun auf Websites von 14 US-Städten auf. Die Idee entstand in Chicago, andere Orte folgten. Sie wollen weiterhin Zugang zu wissenschaftlichen Erkenntnissen rund um die globale Erwärmung ermöglichen (Grist).

Und auch sonst sieht es nicht so schlimm aus:

Was die US-Regierung unter Trump macht – und was sie nicht macht – protokollieren wir hier von Tag 1 an:
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Gerechtigkeit

"Eine Wohnung schien unerreichbar"
Fünf junge Männer mit Migrationshintergrund erzählen von ihren Erfahrungen.

Wie ergeht es Menschen mit Migrationshintergrund, die hier in Deutschland eine Wohnung suchen? Die sich zusätzlich zu Wohnungsnot, hohen Mieten und Gentrifizierung auch noch mit Skepsis gegenüber ihrem Namen, ihrer Herkunft und ihren Sprachkenntnissen herumschlagen müssen? Immer wieder hört man Geschichten darüber, welche Probleme sie bei der Wohnungssuche haben, wie lange es dauert, bis sie eine Bleibe finden – gefühlt viel länger als bei Einheimischen.

Bisher waren das persönliche Erlebnisse, empfundene Wahrheiten. Jetzt gibt es den Beweis: Menschen mit einem ausländisch klingenden Namen werden auf dem deutschen Mietmarkt tatsächlich diskriminiert.

Das hat ein groß angelegtes Experiment der Datenjournalisten von SPIEGEL ONLINE und dem Bayerischen Rundfunk ergeben. Wer mit einem polnischen, italienischen, türkischen oder arabischen Namen eine Wohnung sucht, hat es demnach deutlich schwerer als ein deutscher Bewerber – und zwar egal ob in Dresden, Berlin oder München. (Detaillierte Ergebnisse gibt es hier.)

Was das Experiment auch gezeigt hat: Am meisten benachteiligt werden Männer mit türkischem oder arabischem Namen.