Der US-Konzern Smithfield Foods musste 23.000 Kilo Schweinefleisch vernichten, weil ein Arbeiter an oder sogar auf ein Fließband gepinkelt hatte. Der Vorfall, der sich im US-Bundesstaat Virginia abspielte, wurde durch eine Überwachungskamera gefilmt.

Was ist zu sehen?

Der Clip zeigt, wie der Mann seine Handschuhe auszieht, die Hose öffnet und dann offenbar an oder auf das Fließband vor ihm uriniert. Das Band transportiert Schweinefleisch. Eine Sprecherin des Unternehmens bestätigte den Vorfall sowie die Vernichtung von rund 23.000 Kilogramm Schweinefleisch. Das entspricht dem Gewicht von über 200 Tieren. (SPIEGEL ONLINE)

Wie ergeht es Arbeiterinnen und Arbeitern in der Branche?

Arbeiter in Fleischfabriken stehen in den USA, ebenso wie in Deutschland, unter immensem Druck. Nicht nur durch die emotionalen Herausforderungen oder der Tatsache, dass sie in Tonnen von Blut, Exkrementen und Fett arbeiten müssen – sondern auch durch ihre Vorgesetzten. Denn damit Fleisch billig verkauft werden kann, muss es billig und schnell in großen Massen verarbeitet werden.

"Amerikas schlimmster Job" wird die Branche genannt, bei der jeden Tag durchschnittlich drei Personen Gliedmaßen verlieren, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet. Vor allem, wegen des hohen Zeitdrucks und damit einhergehend mit missachteten Sicherheitsvorkehrungen. (Reuters)

Da viele der Arbeiter in der Branche aber Einwanderer ohne gültige Dokumente sind, gibt es keine funktionierende Gewerkschaft oder Lobby für sie. Der urinierende Mitarbeiter, dessen Name nicht bekannt ist, wurde nach Angaben des Unternehmens entlassen. (Global Meat News)


Fühlen

Viele Frauen haben ungleich große Brüste. Jasmin will, dass auch sie einen BH finden

Ob in der H&M-Bikiniwerbung, bei "Game of Thrones" oder auf Instagram: Brüste sieht man überall. Und meist sind sie gleichförmig, als habe man einen Ball halbiert und an den Oberkörper der Frau geklebt.

Ein Bild, das nicht gerade der Realität entspricht: Die zwei Seiten eines Körpers sind nie ganz gleich - und Brüste auch nicht. Manchmal sind die Unterschiede zwischen links und rechts kaum wahrnehmbar, manchmal geht es aber auch um ganze Körbchengrößen. 

Das Problem: Für viele Frauen mit unterschiedlich großen Brüsten gibt es keine passende Unterwäsche.

Eine Marktlücke, glaubt Jasmin Neuefeind. Die 25-Jährige ist eigentlich IT-Beraterin – und will nebenher den BH revolutionieren:

Mit Bravaria hat sie das erste Start-up gegründet, das BHs für unterschiedliche Cupgrößen anbieten will. Der erste Liefertermin soll im Frühjahr 2019 sein.

Wir haben sie gefragt, wie sie auf die Idee kam – und was sie mit Bravaria über das Gründen einer Firma gelernt hat.