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Donald Trump hat sich aus dem Weltklimavertrag zurückgezogen. Heißt das, wir können den Klimaschutz jetzt komplett vergessen? Nein, natürlich nicht. An Tag 1 nach Trumps Rückzug aus dem Pariser Klimaschutz-Abkommen hat man das Gefühl, dass sich der Rest der USA und der Welt denkt: "Klimaschutz – jetzt erst recht!"

Der französische Präsident Emmanuel Macron verkündete: "Make our planet great again." Merkel sagte, nichts könne und werde den Klimaschutz aufhalten. Und auch viele US-Amerikaner bekannten sich zu den Zielen.

Warum, der Klimaschutz in den USA nicht verloren ist? Vier Gründe:
1. Erneuerbare Energien wachsen stärker als Kohle 

Eine von Trumps Begründungen für einen Ausstieg aus dem Abkommen: Die Kohle-Industrie soll wieder wachsen, Arbeitsplätze geschaffen werden. Aber kann das wirklich gelingen? Längst haben die erneuerbaren Energien die Kohle überholt. 

Die Sparte wächst in den USA um etwa ein Fünftel jährlich– wesentlich schneller, als vor ein paar Jahren prognostiziert. Außerdem arbeiten mehr US-Bürger im Bereich der Sonnen- und Windenergie als für Öl, Kohle und Erdgas zusammen. Bereits vor zwei Jahren waren die weltweiten Investitionen in erneuerbare Energien doppelt so hoch wie die Investitionen in treibhausgaserzeugende Energien. 

Noch mehr Beispiele dafür, dass Kohle nicht die Energie der Zukunft ist:  

  • In den kommenden drei Jahren will China weitere 340 Milliarden für die Sonnen- und Windenergie aufbringen. 
  • Selbst Erdöl-Land Saudi-Arabien plant Dutzende Milliarden in den Bereich zu investieren. (SPIEGEL ONLINE)
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2. Bürgermeister und Gouverneure schließen sich zusammen

Wenn Trump nicht gegen den Klimawandel kämpft, tun wir es halt – das haben sich zahlreiche Bürgermeister und Gouverneure aus den USA gedacht und nun ihre eigene Allianz gegründet. Die Gruppe, der Politiker aus 30 Städten und zehn Bundesstaaten angehören, möchte einen eigenen Plan bei den Vereinten Nationen einreichen, um die Reduktion der Treibhausgase voranzutreiben. Allen voran der frühere New Yorker Bürgermeister, Michael Bloomberg. Er koordiniert die Gruppe. (Wall Street Journal)

Wie mehrere US-Medien berichten, sind wohl unter anderem die Bürgermeister dieser Städte dabei: 

  • Los Angeles
  • New York
  • Chicago
  • Houston
  • Boston 
  • Seattle
  • Philadelphia

Bloomberg sagte:

"Wir werden alles tun, was Amerika getan hätte, wenn es sich an das Abkommen gehalten hätte. Wir werden das Pariser Abkommen von unten nach oben durchsetzen und Washington kann nichts tun, um uns zu stoppen."​
3. Konzerne stellen sich gegen Trump – sogar aus dem Energiesektor
Der Chef des Industriekonzerns General Electric, Jeff Immelt, rief dazu auf, sich nicht auf die Politik zu verlassen.
GE umfasst Sparten wie Öl und Gas, Elektrotechnik und ebenso erneuerbare Energien.
Auch Apple hält am Kampf gegen Klimawandel fest.
Elon Musk trat von zwei seiner Ämter in Trumps Wirtschafts-Beratunsgremium zurück. Er ist der Gründer und Chef des Elektroauto-Riesen Tesla und des Raumfahrtunternehmens SpaceX.
Auch der Chef des Unterhaltungskonzerns Walt Disney, Robert Iger, will nicht länger als Berater von Trump tätig sein.
Lloyd Blankfein, Chef der US-Investmentbank Goldman Sachs, hatte zuvor noch nie getwittert – aber Trumps Entscheidung konnte er nicht unkommentiert lassen:
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4. Kalifornien kämpft gemeinsam mit anderen Staaten

Klimaschutz-Vorreiter Kalifornien lässt sich längst nicht mehr von der Politik aufhalten. Der Bundesstaat, der die Folgen des Klimawandels bereits deutlich spürt, sucht sich Verbündete, um den Kampf voranzutreiben. Immer wieder gibt es dort Dürre, das Wasser ist knapp.

Bereits 2015 gründete Kalifornien zusammen mit dem Land Baden-Württemberg die "Under2 Coalition". Die Mitglieder des Bündnisses verpflichten sich, ihre Treibhausgasemissionen bis 2050 auf 2 Tonnen pro Kopf oder 80-95 Prozent unter den Wert von 1990 zu senken. Ende 2016 unterstützen das Bündnis 165 Städte, Bundesstaaten und Länder – auch Deutschland. Dem Bündnis standen Ende 2016 Ende vergangenen Jahres. (Umweltministerium)

Im April trafen sich bereits die Umweltminister von Kanada und Mexiko in San Francisco, um einen globalen Pakt zu unterzeichnen, der die Reduktion von Treibhausgasen vorsieht. Ausgearbeitet wurde der Plan von Kalifornien. Auch mit China führt Gouverneur Jerry Brown Gespräche – zusammen mit den USA der größte Klimasünder der Welt. (New York Times)


Fühlen

Wie ich mit zwei Männern einen Schritt zu weit ging

Nachdem Technik mein Love-Game auf ein völlig neues Level gehoben hat und ich Punkte in der Welt der Online-Pornos, der digitalen Sextoys und der Handyliebe gesammelt habe, war mein Highscore erreicht.

Ich war bis obenhin abgefüllt mit aufregenden Erfahrungen in Plattenbauten und Schwimmbädern, hatte zwei wundervolle Liebhaber, einen Haussklaven – und derart überreizte Nerven, dass ich total unruhig wurde. Ich bekam Ameisen unter der Haut, also eine unangenehm kribbelige Erregung von Körper und Geist.

Kurz: Mir ging es gleichzeitig fantastisch und zum Kotzen, denn die monogame Romantikerin in mir rang heftig mit der unverbindlichen Internet-Geliebten.

Da war zum Beispiel die Eifersucht auf die anderen Dates meiner Lover. Anton, den ich bei Tinder kennengelernt und mit dem ich ein paar wunderbare Tage in Dresden verbracht hatte, erzählte mir am Telefon unangenehm detailreich von den Frauen, die er neben mir hatte.

Obwohl ich ebenfalls andere Männer traf, machten mich seine Geschichten traurig. Als wir unter dem roten Mond im Garten lagen, als wir uns das erste Mal getroffen hatten, fühlte sich das an wie etwas Besonderes. Dann drangen die anderen Frauen wie Gespenster in unsere Beziehung ein.

Auch mit meinem Diener Severin lief nicht alles so toll wie am Anfang. Obwohl es seine Idee war, mein Sklave zu sein, war ich ständig damit beschäftigt, ihn zu unterhalten – ihm zu sagen, was er machen und lassen soll. Das war anstrengend und machte mir keinen Spaß mehr. Er selbst wurde immer nachlässiger und begann, die Regeln, die er selbst aufgestellt hatte, zu brechen. 

Wenn er Lust hatte, ließ er sich dominieren, wenn nicht, dann nicht. Das hatte mit der Idee der absoluten Hingabe, wie wir sie in Sacher Masochs "Venus im Pelz" immer und immer wieder zusammen gelesen hatten, nichts mehr zu tun.

Das Buch endet damit, dass der Sklave als größtes Zeichen der Unterwerfung dabei zusieht, wie seine Herrin mit einem anderen Mann Sex hat. Das Erlebnis verletzt ihn so sehr, dass er davonläuft. Vielleicht waren auch wir beim Ende unserer Geschichte angekommen.