Bild: Mario Tama/Getty Images

Weil Teile der US-Regierung lahmgelegt sind, fehlen in den Nationalparks nun Mitarbeiter – mit verheerenden Folgen. Dabei sind die größer werdenden Müllberge noch ein kleines Problem: Im Joshua-Tree-Nationalpark in Kalifornien begannen Besucher mit Autos durch die unberührte Natur zu fahren, besprühten Felsen und fällten sogar Bäume. (Vox.com)

Acht Nationalpark-Ranger sind aktuell noch vor Ort – doch der Park im Süden Kaliforniens ist größer als das Saarland.

Unmöglich für die Ranger, die Kontrolle zu behalten, auch wegen der vielen Besucher. Jährlich sind es vier Millionen, aktuell düften es aufgrund der fehlenden Eintrittsgebühren überdurchschnittlich viele sein. Denn während die Campingplätze wegen überfüllter Toiletten bereits seit einer Woche geschlossen sind, blieben die Schranken an den Zufahrtswegen offen. Personal, welches die 30 Dollar Eintrittsgeld kassieren kann, fehlt schlichtweg. (Tagesschau)

Freiwillige Helfer und die verbliebenen Nationalpark-Ranger berichten seitdem von chaotischen Zuständen. Joshua-Tree-Aufseher David Smith sagte dem "National Parks Traveler", Besucher hätten mit ihren Fahrzeugen neue Wege in die unberührte Natur gefahren, zahlreiche seien zu einem besonders beliebten Baum gefahren, um dort wild zu campen. Um neue Wege zu schaffen, wurden nach seinen Angaben sogar einige Bäume gefällt.

(Bild: Mario Tama/Getty Images)

Bereits jetzt ist der namensgebende Joshua Tree vom Aussterben bedroht, aufgrund des Klimawandels könnte er bis zum Jahr 2100 verschwunden sein, glauben Wissenschaftler. (Vox.com)

Auch in anderen Nationalparks kommt es inzwischen zu Problemen: Müll kann nicht entsorgt werden, die Toiletten auf den Campingplätzen sind ebenfall überfüllt.

Wie kam es dazu?

Seit mittlerweile 20 Tagen sind Teile der US-Regierung lahmgelegt, weil Präsident Trump im Streit um den Bau der Mauer nicht den Haushaltsentwurf der Demokraten unterzeichnen will. Dieser sieht kein Geld für die Mauer – oder einen Metallzaun – vor, Trump will dafür aber 5,7 Milliarden Dollar. 

Solange der Haushaltsentwurf nicht verabschiedet und unterzeichent sind stehen etliche US-Behörden still. Hunderttausende Bedienstete wurden in den unbezahlten Zwangsurlaub geschickt, zahlreiche weitere müssen ohne Bezahlung weiterarbeiten, weil sie unverzichtbare Jobs ausüben, wie etwa Sicherheitsbedienstete an den Flughäfen.  

Wie geht es weiter?

Zunächst hatten Verantwortliche angekündigt, den Park zu schließen – diese Entscheidung jedoch wieder rückgängig gemacht. Stattdessen sollen nationale Gelder genutzt werden, um den Park wieder auf Vordermann zu bringen. Dann sollen auch wieder einige der Campingplätze geöffnet werden. 


Food

Lemonaid darf jetzt doch weiterhin Limonade heißen
Der Zucker-Schock ist vorerst abgewendet

Weil sie "zu wenig Zucker" enthält, sollte die Lemonaid-Limonade ihren Namen verlieren. Was wie ein Aprilscherz klang, war vom zuständigen Hamburger Bezirksamt Mitte ziemlich ernstgemeint (bento). Denn für Limonade gibt es klare Regeln: Der Gesamtzuckergehalt muss mindestens sieben Prozent des Gewichts ausmachen. 

Das Hamburger Bio-Getränk kam nur auf sechs und sollte deshalb künftig mehr Zucker enhalten oder weitaus weniger sexy als "Erfrischungsgetränk" über den Tresen gehen. 

Doch jetzt konnte der Hamburger Zuckerstreit überraschend schnell beigelegt werden. 

Die Hamburger Landesregierung ruderte zurück und verkündete eine überraschend einfache Lösung: