Plastikmüll ist ein großes Problem, denn Plastik braucht Jahrhunderte, um sich abzubauen. Vor allem in die Weltmeere gelangen Jahr für Jahr schwer abbaubare Plastiktüten, Plastikflaschen, Plastikverschlüsse. Bislang sollen rund 150 Millionen Tonnen Plastik umher schwimmen, acht Millionen Tonnen kommen pro Jahr hinzu (bento).

Dort sind die Plastikpartikel eine Gefahr für Meerestiere und Pflanzen. Tiere verheddern sich im Müll und verenden, andere ersticken an Kleinstteilen, die Atemlöcher oder Kiemen verstopfen. Längst gibt es Ideen über Ideen, wie man die Ozeane retten kann. Und Städte beginnen, Plastikflaschen zu verbieten. Nun hat auch Rodrigo García González einen klugen Einfall, wie wir in Zukunft zusätzlichen Plastikmüll vermeiden können.

Er hat einen Trinkball erfunden, der Flaschen überflüssig macht – im obigen Video seht ihr, wie der seltsame Behälter funktioniert.

González arbeitet für das Londoner Start-up Skipping Rocks Lab. Er hat die Wasserbällchen – "Ooho!" genannt – aus einer Idee der Molekularküche entwickelt, dabei werden Lebensmittel durch biochemische Prozesse verändert. 

Im Falle der Kugeln benutzte das Team um González Algenextrakt, um eine stabile Textur zu kreieren. Mit dieser wird das Wasserbällchen ummantelt. Wer will, kann die Haut aufreißen und das Wasser herausschlürfen – oder die Kugel in einem Happs trinken. Die Größe entspricht einem normalen Schluck aus der Flasche. 

Das Bällchen ist ziemlich reißfest und dehnbar, wie das Promovideo zeigt:

Bislang wird der "Ooho!"-Drink bei Events und Festivals getestet. Eine Crowdfunding-Kampagne sammelt aber gerade Gelder für eine Massenproduktion. Drei Viertel der gewünschten 470.000 Euro sind schon jetzt zusammen.

Noch eine Algenflasche, die den Plastikmüll bekämpft:


Today

Trumps Sprecher behauptet, Hitler hätte keine Chemiewaffen eingesetzt
Falsch.

Trumps Pressesprecher Sean Spicer hat bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus Unsinn erzählt. Er verglich den syrischen Diktator Assad mit Adolf Hitler. Im Gegensatz zu Assad hätte Hitler keine Chemiewaffen eingesetzt, nicht im 2. Weltkrieg und auch nicht gegen seine eigenen Leute, behauptete Spicer.