Geht man zu dicht ran, sieht man nur Müll. Wäschekörbe, Benzinkanister und Nudelsiebe, eng an eng. All dieser Müll schwamm vor Kurzem noch im Ozean, teilweise für viele Jahre.

Wenn man einige Schritte zurücktritt, erkennt man, was dieser Müll formt: Einen zehn Meter hohen, fünf Tonnen schweren Wal. Als Skulptur.

Das Kunstwerk ist ein Mahnmal – nein, ein Mahnwal – gegen die Verschmutzung der Ozeane. 

(Bild: Jason Klimoski)

Etwa 150 Millionen Tonnen Plastik schwimmen in diesem Moment in den Weltmeeren – das ist mehr Gewicht, als alle noch lebenden Wale der Welt zusammen. 

Hinter dem Plastikwal steckt das amerikanische Architektur- und Designbüro STUDIOKCA, das auch schon in den USA und in Südamerika Installationen aus Plastikmüll inszenierte und auf den stetig wachsenden Konsum von Einwegprodukten aufmerksam machte. 

2014 zum Beispiel entwarfen die Designer des Studios eine begehbare Wolke aus 53.780 Plastikflaschen – so viele, wie in New York City in einer Stunde weggeworfen werden. (This is Colossal)

"Skyscraper – der Wal von Brügge" ist 2018 das Prunkstück der Triennale im belgischen Brügge, einer alle drei Jahre stattfindenden Kunstausstellung. Dieses Mal steht das Fest unter dem Motto "Flüssige Stadt". (Triennale) Jason Klimoski, der Architek hinter dem Projekt, sagt dazu:

Wir wollen mit "Skyscraper" zeigen, wieviel Plastik aus unseren Städten in der größten "flüssigen Stadt" der Welt landet – dem Ozean.

Mehr über den Wal, die Hintergründe der Aktion sowie die spektakulären Bilder der fertigen Skulptur erfährst du im Video oben. 


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