Bild: The Ocean Cleanup/dpa
Welche Probleme es gibt – und was Kritiker bemängeln

Vor knapp zwei Monaten startete "The Ocean Cleanup", das Projekt zu Säuberung des Pazifiks – doch es gibt Probleme: Bislang hat die Anlage noch kein Plastik eingesammelt. Für Kritiker des Projekts kommt das nicht unerwartet. Der 24-jährige Initiator des Projekts, Boyan Slat ist allerdings zuversichtlich, dass man die Probleme in den Griff bekommen werde. 

1 Welche Probleme gibt es?

Ein Sprecher des Projekts sagte der Deutschen Presse-Agentur, die Anlage fange das Plastik zwar ein, aber halte es nicht fest. Schon vor einigen Wochen hatte die Organisation von Problemen berichtet, damals hieß es allerdings noch, nur ein Teil des Plastiks entkomme dem System. 

Das System bewege sich zu langsam im Wasser, sagte Sprecher Jan van Ewijk. "Der genaue Grund ist noch nicht deutlich." In Computermodellen und Tests sei das Problem nicht aufgetaucht. 

Damit "The Ocean Cleanup" funktioniert, muss das System den Betreibern zufolge schneller durch das Wasser treiben als die Plastikteile, die es einfangen soll. Möglicherweise bremsten aber Wind und Wellen das System ab, sagte der Sprecher. Eine andere Erklärung für den ausbleibenden Erfolg sei, dass die Enden der Rohre wellenförmige Bewegungen verursachten, die das System abbremsen.

2 Wie funktioniert "The Ocean Cleanup"?

Die Anlage besteht aus einer 600 Meter langen Röhre in U-Form. Daran ist ein drei Meter langer Vorhang befestigt, der den Müll innerhalb des U festhalten soll. Der Plastikmüll soll dann von Schiffen abgeholt und zur weiteren Verarbeitung an Land gebracht werden. Anfang September war der Fangarm von San Francisco aus in den Pazifik gezogen worden

(Bild: The Ocean Cleanup/dpa)

Der Niederländer Boyan Slat hatte bereits vor Jahren die Idee dazu. Mit dem Projekt will er den sogenannten Great Pacific Garbage Patch verkleinern – ein riesiges Müllfeld im Pazifik, in dem sich nach Schätzungen von Wissenschaftlern 1,8 Billionen Plastikteile sammeln. Das Gebiet ist etwa dreimal so groß wie Frankreich.

3 Welche Kritik gibt es an dem Projekt?

Bereits im Vorfeld hatten Kritiker an dem Erfolg von "The Ocean Cleanup" gezweifelt: Zum einen sammle die Anlage nur den Müll an der Wasseroberfläche ein. Alles, was tiefer als drei Meter im Wasser tauche, könne nicht erfasst werden. Außerdem könne das System auch kleine Plastikteilchen, die unter einem Zentimeter groß sind, nicht einsammeln. (Tagesschau)

Skeptiker halten das Projekt zudem für Ressourcenverschwendung. Viel besser aufgehoben wäre das in "The Ocean Cleanup" gesteckte Geld ihnen zufolge bei der Säuberung der Küsten – sodass gar nicht erst Müll aufs offene Meer gelangt. "Es ist viel Geld um etwas zu verkleinern, das in 10 bis 20 Jahren verschwindet, wenn man die Zufuhr stoppt", sagte der Meeresbiologe Jan van Franeker. 

Er untersuchte das aufgenommene Plastik von Meeresvögeln in der Nordsee. 20 Jahre, nachdem dort die Zufuhr von Plastik reduziert wurde, nahm auch das von den Vögeln aufgenommene Plastik um 75 Prozent ab. (Science Mag)

Mit Material von dpa

"The Ocean Cleanup" im Video – so soll das Projekt funktionieren:


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Pitbull hat "Africa" von Toto gecovert – und das Beste daran sind die Reaktionen

Okay, also, das ist wirklich passiert: Der Rapper Pitbull hat "Africa" von Toto gecovert und die Reaktionen bei YouTube sind einfach nur witzig. 

Falls du dich jetzt fragst, warum er das gemacht hat: Der Song heißt "Ocean to Ocean" und ist Teil des Soundtracks von "Aquaman", dem neuen Film von DC Comics mit Jason Momoa. Auf YouTube haben mittlerweile fast 18.000 Menschen dem Song einen "Daumen runter" gegeben – und nicht einmal 4000 einen "Daumen hoch".

Hier kannst du dir das Meisterwerk anhören: