Bild: dpa/Tobias Hase
Mit gutem Beispiel voran?

In Zirkussen in Schweden dürfen schon bald keine Elefanten und Seelöwen mehr auftreten. "Es ist offensichtlich, dass das Bedürfnis von Seelöwen und Elefanten, sich natürlich zu verhalten, in einem Zirkus nicht gedeckt werden kann", teilte die schwedische Regierung am Donnerstag mit. 

Also werden Elefanten und Seelöwen in schwedischen Zirkussen künftig verboten.

Das Verbot soll schon zum April 2019 in Kraft treten. Es wird vor allem ausländische Wanderzirkusse treffen, die durch Schweden touren – denn schwedische Zirkusse haben nach Angaben der Regierung bereits mit der Ausmusterung von Elefanten und Seelöwen begonnen.

Elefanten und Seelöwen sind nicht die ersten Tiere, die die schwedische Regierung in Zirkussen verbietet: Auch Auftritte von Affen, Nashörner, Flusspferde, Giraffen und Raubtiere sind bereits illegal. Tierschützer kämpfen im Land seit Jahren mit Kampagnen dafür, Zirkusse tierfrei zu machen. (Djurens Rätt/Vier Pfoten)

In Deutschland fordern Tierschützer ebenfalls ein Verbot von bestimmten Tierarten im Zirkus. 

Etwa 300 in Deutschland umherreisende Zirkusbetriebe haben Tiere, ein nationales Verbot gibt es nicht – im Gegensatz zu den meisten anderen europäischen Staaten. (Peta)

Warum das wichtig ist: Die Tiere werden in engen Käfigen von Stadt zu Stadt transportiert und in unnatürlichen Bedingungen gehalten. Viele werden auf Kunststücke trainiert, in Manegen ist es laut, die Tiere sind großem Stress ausgesetzt.

In Deutschland blockieren vor allem CDU und CSU ein Wildtierverbot in Zirkussen. 

Der ehemalige Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt und Unions-Fraktionsvorsitzender Volker Kauder haben sich in der Vergangenheit immer dagegen ausgesprochen. Schon drei Mal hat sich der Bundesrat mehrheitlich für ein solches Verbot stark gemacht – ohne Erfolg. (Focus)


Gerechtigkeit

Mit diesem Propagandavideo sollen Frauen in Saudi-Arabien ihr Autofahren feiern
Der Clip zeigt nicht die Wirklichkeit.

In einem Cabrio rauscht sie eine Küstenstraße entlang. Die sanfte Abendsonne schickt immer wieder Strahlen durch die wehenden Locken. Und dazu singt sie: 

"Wir wissen, was wir wollen
Wir wissen, jetzt ist unsere Zeit
Weg mit den überholten Vorstellungen
Die Zukunft gehört mir"

Die Zeilen gehören zum Lied "Drive", gesungen von der saudischen Sängern Tamtam. 

Ab Sonntag dürfen Frauen in Saudi-Arabien erstmals Autofahren. 

Tamtam hat nun den passenden Propaganda-Sound dazu geschrieben – denn nicht alles ist so fein, wie es das Lied vermuten lässt.