Bild: dpa/Pixabay; Montage: bento
Und der Ort des Kraftwerks klingt auch noch wie Westeros aus Game of Thrones.

Schweden war schon immer ein Land der einfachen Lösungen. Das gilt nicht nur für Wandregale – sondern auch für den Klimaschutz. Ein Kraftwerk im Örtchen Västerås macht es vor. 

In der Fabrik werden alte Klamotten von H&M verbrannt, um bei der schädlichen Kohle zu sparen.

Allein dieses Jahr wurden bereits 15 Tonnen Kleidung verbrannt, heißt es vom Kraftwerkbetrieb Mälarenergi AB (Bloomberg). Das Ziel: Bis 2020 komplett auf fossile Brennstoffe wie Kohle oder Öl zu verzichten. 

Kohle gilt als sehr schädlich für die Umwelt. Bei der Verbrennung gelangen Schadstoffe in die Atmosphäre, die den Klimawandel beschleunigen. Immer mehr Länder beschließen daher, umzusteigen: der Kohleabbau wird verboten, alternative Energien werden gefördert.

Die H&M-Klamotten, die in Västerås verbrannt werden, sind unverkäufliche Reste. Der Modekonzern kann damit nichts mehr anfangen, das Kraftwerk hingegen schon: "Für uns ist das einfach Brennmaterial", sagte Jens Neren, Chef von Mälarenergi AB, der Nachrichtenseite Bloomberg

  • Warum ausgerechnet H&M? In der nahen Stadt Eskilstuna stehen Lagerhäuser der Marke. In einem Deal liefern sie Klamotten, die sonst auf dem Müll gelandet wären – zum Beispiel fehlerhafte Kleidung oder mit Chemikalien versetzte Stoffe – an das Kraftwerk aus. 
Die Praxis Müll statt Kohle wird in ganz Schweden umgesetzt. 

Seit 2002 gibt es immer mehr Kraftwerke in Schweden, die Müll zur Elektrizitätsgewinnung verfeuern, während gleichzeitig der Anteil von Kohle drastisch reduziert wurde.

Für das Kraftwerk in Västerås ist es bis dahin allerdings noch ein weiter Weg: 2017 hat es insgesamt 400.000 Tonnen Müll verbrannt. Von H&M stammten gerade einmal 0,004 Prozent der Menge. 

Mehr Umweltthemen rund um den Klimawandel findest du hier.

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Wegen liberaler Flüchtlingspolitik: Bürgermeister in NRW mit Messer attackiert

Der Bürgermeister von Altena in Nordrhein-Westfalen, Andreas Hollstein (54), ist am Montagabend attackiert worden. Ein 56-Jähriger griff den CDU-Politiker in einem Imbiss mit einem 34 Zentimeter langen Messer an und verletzte ihn am Hals. 

Bei einer Pressekonferenz schilderte Hollstein nun, wie er den Vorfall erlebte:

Demnach habe er, gebürtiger Sauerländer und Vater von vier Kindern, gegen 20 Uhr in dem Dönerladen für seine kranke Frau etwas zu essen kaufen wollen. Sein Angreifer habe im Imbiss gestanden und sei dann auf ihn losgegangen.