Politik ist oft zäh, lebt von Verhandlungen, Kompromissen und Zugeständnissen. Am Ende sitzen dann meist Männer in Anzügen beieinander und unterzeichnen Gesetze. Wie wichtig diese Bilder sein können, beweist jetzt die schwedische Vize-Premierministerin und Klimaministerin Isabella Lövin. Am Freitag postete sie auf Twitter und auf ihrem Facebook-Kanal ein Foto:

Auf dem Foto ist Lövin im Kreise mehrerer Kolleginnen zu sehen, sie unterzeichnet ein neues Gesetz. Und das Setting ist nicht zufällig gewählt.

Denn erst vor anderthalb Wochen ging ein ganz ähnliches – und doch ganz anderes – Foto um die Welt. Darauf zu sehen war der US-Präsident Donald Trump im Kreise mehrerer Kollegen:

Der Hintergrund beider Bilder ist wichtig – und macht das Troll-Foto von Lövin noch mal besser.

Trump hatte ein Dekret unterzeichnet, dass Gelder für Organisationen streicht, die Frauen in Abtreibungs- und Schwangerschaftsfragen beraten (bento). Eine Gruppe Männer bestimmte über das Schicksal von Millionen von Frauen auf aller Welt.

Das schwedische Kabinett um Isabella Lövin beschloss hingegen ein neues Gesetz zum Klimaschutz. Im Gesetz verpflichtet sich Schweden, bis 2045 klimaneutral zu werden – also kein CO2-Ausstoß mehr zu produzieren oder den negativen Ausstoß durch Gegenmaßnahmen auszugleichen ("The Local").

Je mehr CO2 der Mensch ausstößt, desto mehr steigt die Temperatur der Erdatmosphäre.

Das hat dramatische Folgen für unser Klima und unser Ökosystem:
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Lövin sagte der schwedischen Seite "The Local", das Gesetz sei nötig für eine "bessere und sichere Zukunft". Weltweit müssten sich Regierungen der Klimafragen annehmen:

Ich möchte zeigen, dass Schweden bereit ist, diese Führungsrolle zu übernehmen.

Auf die USA muss Schweden in dieser Frage nicht warten: Donald Trump gilt als Skeptiker des Klimawandels. Seinen Behörden und Wissenschaftlern untersagt er, öffentlich über die Erderwärmung zu sprechen.

Was bedeutet diese Haltung für die US-Behörden? Wir haben einen Mitarbeiter befragt:


Gerechtigkeit

Tag 14: Trumps Team erfindet ein Massaker, um Iraker zu denunzieren

Kennt ihr das "Bowling Green Massacre"? Die zwei Iraker, die im Städtchen Bowling Green im US-Bundesstaat Kentucky um sich schossen? Erinnert ihr euch an die Toten?

Nein?

Dann liegt das wahrscheinlich daran, dass es dieses "Massaker" nie gegeben hat.

Kellyanne Conway, Beraterin im Weißen Haus, führt es dennoch an – als Rechtfertigung für den von Donald Trump umgesetzten "Muslim Ban". Seit einer Woche gilt in den USA ein Einreisestopp für Menschen aus sieben mehrheitlich muslimischen Ländern, darunter der Irak (bento).