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Von wegen Einweg!

Was tun mit leeren Plastikflaschen? Gut, eigentlich sollte man diese Einweg-Dinger, die ausgetrunken immer nur im Weg stehen oder den Mülleimer verstopfen, wegen ihrer miesen Ökobilanz gar nicht erst kaufen. Viele von uns greifen aber trotzdem häufig zu – und laut Umweltbundesamt verdrängen die Einwegflaschen aus Kunststoff darum zunehmend Mehrwegflaschen und Getränkekartons vom Markt.

Was also tun mit dem Plastikmüll?

Upcycling ist eine schöne Möglichkeit, um Nutzloses in Nützliches zu verwandeln. Wir zeigen, wie das geht.
1. Schaff Kunst

Aus alten Plastikflaschen lässt sich Kunst machen. Eine, die damit bekannt wurde: die Tschechin Veronika Richterová. "Plastik ist bunt, leicht, meist stabil und überall zu finden", sagte sie zu bento.

Vor zwölf Jahren entdeckte sie die Plastikflasche als perfektes Material für ihre Skulpturen. "Seitdem fische ich fast täglich Flaschen aus den Müllkörben in meinem Prager Stadtviertel." Die verwandelt sie dann in ihre PET-Art – in Kronleuchter, Seerosen oder pinke Fische.

Und das sieht aufregend aus – die Fotostrecke:
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2. Schlepp ein Auto ab oder bastle einen Vorhang

Zum Beispiel mit diesem unscheinbaren Gerät, das eine Plastikflasche zerschneidet. Fast eine Million Mal wurde das Video vom Plastikflaschenschneider auf Facebook bisher geteilt:


Wer schonmal gesehen hat, wie jemand die Schale eines Apfels in einem Stück abschneidet, kann sich vorstellen, wie der Plastikflaschenzerschneider funktioniert: Aus der gleichmäßig zerschnittenen Plastikflasche wird ein solider Strick. So solide, dass man damit ein Auto abschleppen kann. Und so hübsch, dass sich Stricke aus unterschiedlichen farbigen Plastikflaschen auch als bunter Fliegenvorhang machen.

Oliver Schlüter von der "Open Source Ecology"-Bewegung in Deutschland, einem Netzwerk, das kostenlose Baupläne für alle verbreitet, will kein Geld mit dem Schneidegerät verdienen – und veröffentlichte hier den Bauplan für das Gerät.

3. Bepflanz Flaschen

Plastikflaschen lassen sich zerschnitten auch als Blumentopf nutzen. Das sieht zum Beispiel so aus:

Wem das zu simpel ist, der kann auch gleich eine komplexe Hydroponica-Anlage bauen. Bei dieser Methode werden die Pflanzen über einen Kreislauf direkt mit Nährstoffen und Wasser versorgt. Wer in den Urlaub fährt oder oft unterwegs ist, kann seine Pflanzen dann guten Gewissens allein lassen:

Wer wenig Platz hat und trotzdem nicht auf den eigenen kleinen Kräutergarten verzichten will, kann sich einen Garten aus hängenden Plastikflaschen basteln. So geht das:

4. Mach Licht

Eine ausgediente Plastikflasche kann sogar als Lichtquelle dienen. Besonders in Entwicklungsländern oder sehr armen Regionen wird dafür auf eine ganz besondere Methode zurückgegriffen: Man füllt die Flasche mit Wasser und fügt Bleichmittel hinzu, damit das Wasser klar bleibt. Anschließend setzt man die Flasche in ein Dach ein, dass sie zur Hälfte im Raum und zur anderen Hälfte draußen steckt.

Scheint die Sonne, bricht sich das Licht dann im Wasser und verteilt sich im ganzen Raum. So wird es dann ganz ohne Strom hell – und das bei sehr geringen Materialkosten:


Haha

Dinge, die du nur kennst, wenn du an der Uni Erfurt studierst

An der Universität Erfurt hat ein Mann studiert, den ganz Deutschland kennt: Martin Luther. Heute leben gut 5.600 Studenten in der thüringischen Landeshauptstadt. Sie lieben nicht nur die Thüringer Bratwurst am Domplatz, sondern auch die in Rosa getauchten Unigebäude.

Weil hier alles so überschaubar ist, kennen sie jeden Winkel und jede Eigenart ihrer Uni. Viele davon muss man mögen, manche treiben einen aber auch in den Wahnsinn. Eine Auswahl: