Bild: Hauke-Christian Dittrich/dpa / montage: bento
Die Begründung sorgt für Unverständnis.

Weltweit fördern Städte den Ausbau von Radwegen, Fahrradverleih und der Abkehr vom Auto. Eigentlich verständlich, weil Autos und Lastwagen vor allem in größeren Städten für schlechte Luft und hässliche Blechlawinen sorgen. Die tschechische Hauptstadt Prag hat sich nun allerdings für das genaue Gegenteil entschieden und Fahrräder in der Innenstadt verboten. (Tagesschau)

Das Fahrrad ist in den letzten zehn Jahren zu einem wichtigen Fortbewegungsmittel in Prag geworden. 

Vor allem, weil in der historisch gewachsenen Stadt der Platz knapp ist, Autofahrer leiden unter Staus und langen Wartezeiten. 2014 wurde nach acht Jahren Bauzeit ein milliardenschweres Tunnelprojekt abgeschlossen, um die Stadt zu entlasten. (Radio Praha)

Tausende Pendler waren da schon auf das Rad umgestiegen. Und das, obwohl in Prag die Infrastruktur fehlt, Radwege sind fast nicht existent oder enden abrupt. Meist führen die Radrouten über breite Plätze oder Fußgängerzonen. (Tagesschau)

Das hat auch die Stadt erkannt, wie eine Sprecherin erklärt: 

"Wir haben keine breiten Straßen, wo alle Formen des Verkehrs parallel funktionieren: Straßenbahnen, Busse, Autos, Fußgänger und Radfahrer." 

Anstatt das Angebot an vorhanden Radwegen auszubauen geht die Verwaltung aber in einer andere Richtung: 

Wir [haben] beschlossen, dass wir die Sicherheit der Fußgänger im Zentrum garantieren werden.
Eine Stadtsprecherin

Nach Kritik durch Fahrradaktivisten lenkte die Stadt allerdings teilweise ein: Räder sind nun nur von 10 bis 17 Uhr in der Stadt verboten – also genau dann, wenn die meisten Touristen unterwegs sind. 

Es ist nicht das erste Mal, das die Stadt ein Verkehrsmittel verbannt: Seit 2016 dürfen in der historischen Innenstadt keine Segways mehr genutzt werden, nachdem sich Anwohner über rüpelhafte Touristen auf den Stehrollern beschwert hatten. (SPIEGEL ONLINE)


Haha

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Strahlender Sonnenschein bei 24 Grad – perfektes Grillwetter! Das dachte sich am Sonntag wohl auch eine Gruppe von Menschen im Berliner Volkspark Friedrichshain und ließ es etwas größer angehen: Zwölf ganze Schafe luden sie aus ihren Autos und grillten sie am Drehspieß über glühender Kohle.