Bild: dpa/Christoph Schmidt

Die Deutschen haben im vergangenen Jahr deutlich weniger Plastiktüten verbraucht. 2015 waren es noch 68 Tüten pro Kopf, 2016 nur noch 45. Das hat der Handelsverband (HDE) zusammen mit der Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung errechnet. (Süddeutsche)

Woran liegt das? 

Vor allem an der Bezahlpflicht für die Plastik-Tragetaschen. Einige Unternehmen verzichten sogar ganz auf sie und verkaufen nur noch Mehrwegtaschen oder Papiertüten. 

2015 wurden an den Kassen noch insgesamt 5,6 Milliarden Tüten ausgehändigt, 2016 waren es nach den Berechnungen nur noch 3,6 Milliarden.

Besonders stark zeigt sich der Rückgang bei den Modehändlern. "Modehändler berichten von rückläufigen Umsätzen zwischen 50 bis 80 Prozent", erklärte HDE-Sprecher Kai Falk. (heute.de)

Deutschland nähert sich also bereits der EU-Forderung an, bis 2025 nur noch maximal 40 Plastiktüten pro Kopf im Jahr zu verwenden. Um dieses Ziel zu erreichen, hatten der Handelsverband und das Umweltministerium vor gut einem Jahr eine Vereinbarung zur Reduzierung getroffen. (bento)

Was ist so schlimm an Plastiktüten?
  • Nur ein Bruchteil der Plastiktüten wird aus wiederverwerteten Materialien hergestellt. Grundlage für die meisten Tüten ist immer noch Erdöl, das zum Kunststoff Polyethylen verarbeitet wird. Der Rohstoffeinsatz und die Produktion schlagen auf die Ökobilanz. 
  • Landen Plastiktüten in der Natur – und nicht im Müll oder Recycling – brauchen sie mehr als 100 Jahre, bevor sie sich zersetzen. So gelangen Plastikteilchen von wenigen Millimetern Größe in die Nahrungskette und schädigen Ökosysteme.
Sind Papiertüten besser?

Eher nicht: Damit die Ökobilanz bei einer Papiertüte besser als bei einer Plastiktüte ausfällt, müsste sie drei bis sieben Mal verwendet werden. Dafür reißt sie aber zu leicht und ist nicht wasserfest. Für ihre Herstellung sind viele Ressourcen nötig, darunter Zellstoff, Wasser, Energie, vor allem aber Chemikalien. (Deutschlandfunk)

Am besten ist immer noch der gute, alte Jutebeutel.

Gerechtigkeit

Was weißt du eigentlich über Flüchtlinge?

Es ist noch nicht lange her, da war die Flüchtlingskrise das alles beherrschende Thema. Gefühlt ist die Aufmerksamkeit ziemlich abgeflaut – in Deutschland kommen nun verglichen mit dem Herbst 2015 nun deutlich weniger Flüchtlinge an. 

Und dennoch: Die Zahl der Flüchtlinge und Vertriebenen weltweit hat im vergangenen Jahr einen neuen Rekord erreicht. Laut dem Uno-Flüchtlingshilfswerk haben aktuell insgesamt 65,6 Millionen Menschen durch Krieg, Gewalt und Verfolgung ihre Heimat verloren.