Bild: dpa/Felix Kästle
Eine deutsche Marke ist dabei.

Plastik ist schlecht für die Umwelt – und für uns. Das Zeug verrottet nämlich nicht einfach. Wird es nicht verbrannt, existiert das Plastik weiter. Wenn es in kleine Teile zerbricht oder abgerieben wird, macht das alles nur noch schlimmer: Die Mikro-Teilchen verschmutzen die Weltmeere. 

Das ist längst bekannt. Trotzdem verkaufen Konzerne immer noch Wasser in Plastikflaschen. Auch dort, wo es gar nicht nötig ist und es sauberes Trinkwasser aus der Leitung gibt.

Nun haben Forscher elf Hersteller weltweit untersucht – und festgestellt, dass das Wasser in diesen Flaschen Plastikpartikel enthält.

Orb Media hat Flaschen von elf verschiedenen Marken in acht Ländern gekauft. Deutschland war allerdings nicht darunter. Verunreinigungen wurden in 93 Prozent der Proben festgestellt, also fast in jeder Plastikflasche.

Bei den Verunreinigungen handelt es sich um Plastikpartikel in der Größe von 0,1 Millimeter und noch kleiner. Die 0,1 Millimeter entsprechen in etwa der Dicke eines menschlichen Haares. Die Tests wurden mit der State University of New York durchgeführt. 

Im Schnitt haben die Forscher 325 solcher Teilchen pro Liter entdeckt.

Das sind die getesteten Marken, darunter eine deutsche:

  1. Aqua (Danone)
  2. Aquafina (PepsiCo)
  3. Bisleri (Bisleri International)
  4. Dasani (Coca-Cola)
  5. Epura (PepsiCo)
  6. Evian (Danone)
  7. Gerolsteiner (Gerolsteiner Brunnen)
  8. Minalba (Grupo Edson Queiroz)
  9. Nestlé Pure Life (Nestlé)
  10. San Pellegrino (Nestlé)
  11. Wahaha (Hangzhou Wahaha Group)

Den Großteil der Proben machte in Plastikflaschen abgefülltes Wasser aus, Wasser in Glasflaschen wurde aber auch getestet – und wies ebenfalls Mikroplastik auf. 

Wie gefährlich sind die Mikroteilchen?

Der Weltgesundheitsorganisation WHO liegen bislang keine Erkenntnisse vor, dass Mikroplastik die menschliche Gesundheit beeinträchtigt. Ob und welche Giftstoffe im Plastik sind und wie sich das auf den Körper auswirkt, will die Organisation nun jedoch testen.

Angestoßen durch die Enthüllungen von Orb Media, kündigte die WHO am Donnerstag eine Untersuchung an. (BBC)

Was jedoch sicher ist: Die Mikroteilchen schaden der Umwelt. Vor allem Meerestiere verschlucken sie und können daran ersticken. 

Wie kommen die Teilchen ins Wasser?

Die Forscher haben noch keine endgültige Erkenntnis  – haben aber unter den identifizierten Partikeln unter anderem Polyethylenterephthalat (PET) und Polypropylen entdeckt. PET wird oft für die Herstellung von Plastikflaschen verwendet, Polypropylen ist das Material, aus dem häufig Flaschenverschlüsse hergestellt werden.

Die Vermutung der Wissenschaftler: Die Partikel entstehen bei der Herstellung der Plastikflaschen und lösen sich später im Wasser. Wir trinken also die Flasche mit.

Wie reagierte Gerolsteiner?

Das Unternehmen Gerolsteiner erklärte, man achte schon lange auf Mikroplastik und stelle sicher, dass das Wasser "regelmäßig überprüft werde, sowohl intern als auch in angesehenen Laboren." Bei diesen Tests wurden demnach bislang keine Spuren von Mikroplastik gefunden. Die Ergebnisse von Orb Media seien aber eine Gelegenheit, die Prozesse weiter zu untersuchen, hieß es weiter. (Deutsche Welle)


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Kein Scherz, das Saarland hat jetzt seine eigenen Emojis

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Doch längst hat das kleine Bundesland Großes vor: Die ehemalige saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer ist neue CDU-Generalsekretärin und der Saarländer Heiko Maas nun sogar Außenminister. Künftig wird er die Welt bereisen – die ganze 510.097.430 Quadratkilometer größer ist als das Saarland.

Um dem Ganzen noch einen drauf zu setzen, hat das Saarland nun etwas, das kein anderes Bundesland hat: eigene Emojis.