Ein Meilenstein im Kampf gegen den Plastikmüll der Lebensmittelindustrie

Egal ob als Wasserflasche, Einkaufstüte oder Müllbeutel: Plastik ist einfach unglaublich praktisch, weshalb es viele gerne und oft benutzen. Aber genau das soll sich zukünftig ändern.

Denn Plastik bedeutet vor allem Müll: Ein Drittel der 78 Millionen Tonnen weltweit genutzten Plastikverpackungen landen laut des World Wildlife Funds unkontrolliert in unserer Umwelt. Pro Jahr. 

Vor allem für unsere Gewässer ist das besonders gefährlich: Der Müll gelangt als winzige Partikel in die Körper von Meerestieren und durch deren Verzehr sogar in den menschlichen Organismus. (bento)

Ein Grund für diese Zahlen sind unter anderem die vielen Plastikverpackungen, die von der Lebensmittelindustrie genutzt werden – häufig aber völlig unnötig sind. 

So wird zum Beispiel frisches Obst und Gemüse einzeln eingeschweißt, für manche Süßigkeiten gibt es die Verpackung in der Verpackung in der Verpackung.

Eine niederländische Supermarkt-Kette will nun damit Schluss machen. In einer Amsterdamer Filiale hat der Supermarkt "Ekoplaza" nun einen Gang extra für plastikfreie Produkte eingeführt.

Am Mittwoch wurde der Gang eingeweiht, es gibt 700 Produkte, allesamt in biologisch abbaubaren Materialien verpackt. Die Produkte sollen genauso viel kosten wie das Plastik-Sortiment. (The Guardian)

Für den Gang zeichnet die Gruppe "A Plastic Planet" verantwortlich. Sie will nach eigener Aussagen die "Plastiksucht" der Menschen bekämpfen.

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"A Plastic Planet"-Mitbegründerin Sian Sutherland sieht das Projekt als "einen Meilenstein im globalen Kampf gegen die Verschmutzung durch Plastik". Sie will, dass sich Konsumenten zwischen Plastik- und Plastik-freien Produkten entscheiden können – eine Wahl, die sie bisher nicht gehabt hatten.

Jahrzehntelang wurde Käufern die Lüge verkauft, wir könnten in der Lebensmittelindustrie nicht ohne Plastik leben.
Sian Sutherland

Die Supermarkt-Kette Ekoplaza möchte bis Ende des Jahres auch in ihren restlichen 74 Filialen in den Niederlanden ähnliche plastikfreie Gänge einrichten. Der Geschäftsführer Erik Does sieht diese Entwicklung als "ein wichtiges Sprungbrett für eine bessere Zukunft für Essen und Trinken"


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