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Drei Fragen und Antworten

Was hat die EU heute entschieden?

Im Mai diesen Jahres hat die EU-Kommisssion einen Vorschlag vorgelegt, nach dem bestimmte Kunststoffprodukte verboten werden sollen. Damit sollen Umwelt und Meerestiere geschützt werden. Heute wurde im EU-Parlament über diesen Vorschlag abgestimmt. 

Konkret hat sich das Parlament für ein Verbot von Wegwerf-Artikeln entschieden. Außerdem sollen die EU-Staaten die Zahl der Plastikprodukte, für die es noch keine ökologischeren Alternativen gibt, reduzieren. (tagesschau.de)

Welche Folgen hat die Abstimmung?

Für Verbraucherinnen und Verbraucher wird das Verbot von Wegwerf-Artikeln spürbar sein: Plastikstrohhalme, Wattestäbchen sowie Einweggeschirr und -besteck sollen ab 2021 der Vergangenheit angehören. Allerdings sollen nur Produkte verbannt werden, für die es mittlerweile schon ökologischere Alternativen gibt. 

Gegenstände aus Plastik, die mehrfach verwendet werden können, sind von den Verboten ausgenommen. Außerdem sollen bis 2025 von den einzelnen EU-Staaten mindestens 90 Prozent der Plastikgetränkeflaschen zur Wiederverwertung eingesammelt werden. Das klappt in Deutschland dank des Flaschenpfands schon ganz gut. (Manager Magazin)

(Bild: Christian Thompson/EPA/dpa)

Weshalb ist diese Entscheidung so wichtig?

Der Beschluss ist gerade deshalb so wichtig, da die Plastikabfälle weiterhin zunehmen. Jährlich sind es allein 30 Millionen Tonnen, die im Meer landen. In den Ozeanen treiben schätzungsweise 140 Millionen Tonnen Plastikmüll. Durch den riesigen Müllberg in unseren Meeren gelangt außerdem Mikroplastik in Meerestiere. Zuletzt wurde dieses erstmals sogar im Kot von Menschen nachgewiesen.

Projekte wie "The Ocean Cleanup" versuchen schon jetzt, die Menge an Müll im Meer zu reduzieren. Laut dem Beschluss der EU sollen sich jetzt auch die Produzenten von Plastikprodukten an den Kosten für die Beseitigung des Mülls beteiligen – wie genau das aussehen wird ist noch unklar.


Today

Sprengsätze in Post von Obama und Clinton gefunden – Briefbombe auch im CNN-Gebäude gefunden
Was wir bislang wissen

In der Post der früheren US-Präsidenten Barack Obama und der ehemaligen Außenministerin Hillary Clinton sind Sprengsätze entdeckt worden. Auch im Time Warner Center in New York wurde eine Briefbombe gefunden. Das Gebäude, in dem der Nachrichtensender CNN seinen Sitz hat, wurde evakuiert. Bereits am Montag wurde eine ähnliche Briefbombe bei dem US-Milliardär George Soros gefunden.

Was ist bislang bekannt?

Verschiedene Medien berichteten, dass der Secret Service ein verdächtiges Paket an das Büro von Hillary Clinton abgefangen hatte. Kurze Zeit später wurde bekannt, dass der Secret Service ein weiteres, möglicherweise explosives Paket entdeckt habe, das an Ex-US-Präsident Barack Obama adressiert gewesen sei.

Ebenfalls am Mittwochmorgen wurde das Time Warner Center inmitten von Manhattan evakuiert, nachdem dort ein verdächtiges Paket gefunden wurde. Später stellte sich heraus, dass es sich auch hier um eine Bombe handelte. In dem Gebäude hat auch der Nachrichtensender CNN seinen Sitz. CNN berichtete außerdem, das Paket mit der Bombe sei an den ehemaligen CIA-Chef John Brennan adressiert gewesen. Dieser gilt als scharfer Kritiker von Präsident Donald Trump.

Der Sender unterbrach seine Live-Berichterstattung mit dem Hinweis, es gebe einen Feueralarm. Seitdem wird aus dem Studio in der Hauptstadt Washington gesendet.