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Irgendjemand produziert weiterhin einen verbotenen Stoff.

Es gibt Stoffe aus der Industrie, die für die Umwelt besonders schädlich sind. Dazu gehören vor allem die Fluorchlorkohlenwasserstoffe, kurz: FCKW – die unter anderen im Spraydosen, Deos und Kühlschränken verbreitet waren. 

Sie greifen die sensible Ozonschicht unseres Planeten an. Die Ozonschicht schützt die Erde – entstehen Löcher in ihr, nimmt die Sonnenstrahlung auf die Erde zu. Die Folge ist die Erderwärmung, ein Teil des gefährlichen Klimawandels.

Weil FCKW so gefährlich ist, wurde es international verboten. Doch nun haben Forscher eine mysteriöse neue Konzentration entdeckt.

Es geht um amerikanische Wissenschaftler der National Oceanic and Atmospheric Administration.

Ihre Vermutung: Jemand könnte FCKW illegal herstellen. Das wäre ein riesiges Umweltverbrechen. Die Ergebnisse haben die Forscher in der Fachzeitschrift "Nature" veröffentlicht.

Was haben sie herausgefunden?

  • Sie haben den Stoff Trichlorfluormethan untersucht, der zu den FCKW-Stoffen gehört. 
  • Die Stoffmenge von Trichlorfluormethan in der Atmosphäre sinkt langsamer als erwartet.
  • Seit 2010 ist das Mittel verboten – mittlerweile müssten die Werte deutlich abgenommen haben. Stattdessen sinkt die Konzentration nicht wie erwartet.
  • Die Forscher vermuten eine illegale Quelle höchstwahrscheinlich in Ostasien – dort hat die Simulation eine besonders starke Konzentration errechnet.
  • Auch zwei andere Schadstoffe haben in der Region eine hohe Konzentration.
Sind die Ergebnisse glaubwürdig? 

Ja. In einem ebenfalls in "Nature" veröffentlichtem Kommentar bescheinigt die Forscherin Michaela Hegglin von der University of Readingdem dem Autorenteam eine sorgfältige Analyse.

Was bedeutet das jetzt?

Der leitende Forscher Stephen Montzka geht davon aus, dass es auf jeden Fall eine neue Quelle für den Stoff gibt – er sagt, er sei von der Entdeckung "schockiert". Sein Team geht von etwa 13.000 Tonnen Trichlorfluormethan pro Jahr aus. (Guardian)

Das heißt, der Ozonkiller FCKW wird entgegen internationaler Klimaschutzvereinbarungen wieder hergestellt.

Wie der Mensch der Umwelt schadet:

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Warum ist die Entdeckung wichtig?

Die Ozonschicht ist wie ein Schutzfilm für die Erde und ihr Klima. Die FCKW-Stoffe greifen sie an. 

Bereits in den 80ern haben Forscher ihre Schädlichkeit nachgewiesen. Doch erst 2010 wurden sie komplett verboten – das Verbot von FCKW-Stoffen war ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz. 

Werden sie nun illegal weiter hergestellt und in Produkten verwendet, boykottiert das die Anstrengungen, unseren Planeten zu schützen. Die Wiederherstellung der schützenden Ozonschicht, so vermuten Forscher, wirft das um ein Jahrzehnt zurück. 

Mit Material von dpa


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Ausländische Opfer rechter Gewalt bekommen Bleiberecht in Thüringen
Auch wenn sie ohne Aufenthaltsrecht sind.

Ausländische Opfer rechter oder rassistischer Gewalt erhalten in Thüringen ab Juni ein Bleiberecht. Das hat der Migrationsminister Dieter Lauinger (B90/Grüne) am Mittwoch mitgeteilt.

In Thüringen seien Menschen mit Migrationshintergrund oft Opfer von einer besorgniserregend hohen Zahl an Gewaltstraftaten, begründete Lauinger den Beschluss (MDR.de).