Bild: dpa / Daniel Karmann

Dein Nutella soll Krebs verursachen – diese Meldung geistert zumindest derzeit durchs Netz. Forscher haben herausgefunden, dass das in Nutella enthaltene Palmöl daran Schuld sein könnte. Italienische Supermärkte sollen deshalb Nutella-Produkte vorsorglich aus den Regalen entfernt haben ("Der Westen").

Was steckt wirklich dahinter?
1. Woher kommt die Krebs-Studie und was sagt sie?

Die Studie ist von der European Food Safety Authority (EFSA), einer Verbraucherschutzeinrichtung der EU. Allerdings stammt sie bereits vom Mai – hier könnt ihr sie nachlesen. Im Grunde sagt sie:

  1. Palmöl und andere Öle können bestimmte Glycidyl-Fettsäuren enthalten, wenn sie in der Herstellung über 200 Grad Celsius erhitzt werden.
  2. Glycidol ist ein Feuchthaltemittel für Lebensmittel, Wissenschaftler schätzen es als "möglicherweise krebserregend" ein (bfr).
  3. Die EFSA schätzt, dass Kinder und Menschen, die sehr viel Produkte mit Palmöl essen, gefährdet sein könnten.

Die Gefahr ist also eher gering – und noch nicht ausreichend erforscht.

2. Wie reagierten die italienischen Supermärkte?

Verhalten. Es gibt nur eine Supermarktkette, Coop, die in der Reaktion auf die Studie 200 Palmöl-Produkte aus ihrem Sortiment nahm. Nutella gehörte aber nicht dazu, das war weiterhin verfügbar ("The Independent").

3. Und wie reagierte Ferrero, der Hersteller von Nutella?

Selbstverständlich mit einem großen Dementi – Nutella-Fans, die Angst vor Krebs haben, wären schließlich schlecht für's Geschäft. Ferrero startete deshalb in Italien eine Imagekampagne, die ist überhaupt erst der Grund, warum das Thema vom Mai nun noch mal aktuell wurde.

Gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters sagte Ferrero, Nutella in einem schonenden Verfahren unter 200 Grad Celsius herzustellen – also so, dass die krebserregenden Stoffe stark reduziert werden.

Andere italienische Hersteller, zum Beispiel Barilla, verzichten hingegen seit der EFSA-Studie auf Palmöl ("Süddeutsche Zeitung").

4. Also ist doch alles gut mit Nutella?

Nein, das noch lange nicht. Vielleicht ist das Krebsrisiko verschwindend gering und die Stoffe so gut wie nicht im Glas – Palmöl selbst wird deshalb trotzdem nicht zu einem unbedenklichen Stoff.

Durch seinen Anbau werden gigantische Regenwaldflächen abgeholzt und Moore trockengelegt. Die Folge: Waldbrände und erhöhte Treibhausgase. Gleichzeitig verlieren bedrohte Tierarten ihren Lebensraum (BBC).

Hier erfahrt ihr mehr zum Pro & Contra von Palmöl:


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Der mit dem Steak tanzt.

Das ist Nusret Gökçe, ein türkischer Koch und Restaurantbesitzer.

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