Bild: dpa/ Patrick Pleul

In keinem anderen Land in Europa werden gemessen an der Bevölkerung bereits so viele Elektroautos verkauft wie in Norwegen. Jetzt will die Regierung noch mehr Umweltschutz und weniger CO2-Ausstoß: Ab 2025 sollen keine Benzin- und Dieselfahrzeuge mehr zugelassen werden. Über ein entsprechendes Gesetz diskutiert gerade die norwegische Regierung (SPIEGEL ONLINE).

Der sogenannte nationale Transportplan sieht außerdem vor, dass nach 2030 alle neuen Schiffe und Fähren abgasfrei sein sollen. Auch im Flug- und im Schwerlastverkehr will man mehr Biotreibstoff einsetzen (heise.de)

Wie ist die Situation derzeit in Norwegen?

In Norwegen fahren bereits 15 Prozent aller neu zugelassenen Autos mit Strom. Zurzeit gewinnt das Land fast 100 Prozent seines Stroms aus umweltfreundlichen Quellen wie Wasser und Wind.

Wer sich in Norwegen ein Elektroauto kauft, wird vom Staat belohnt, zum Beispiel mit Steuererleichterungen. Deshalb entscheiden sich so viele Bürger auch für das umweltfreundliche Verkehrsmittel. Weil dem Saat dadurch aber auch Steuereinnahmen fehlen, überlegt man jetzt, die Förderung einzustellen. Man hofft, dass die Elektroautos auch so attraktiv sind.

Wann wird über das Gesetz entschieden?

Im Frühjahr 2017 wird der Plan ins Parlament eingebracht. Die Zustimmung für die Abkehr von Diesel- und Benzinautos gilt als wahrscheinlich. Wichtig ist, dass es nur um Neuzulassungen geht. Wer bereits ein Diesel- oder Benzinauto fährt, soll es nicht stehen lassen müssen.

Die Entscheidung für den Zulassungsstopp von Autos mit Verbrennungsmotor könnte ein Vorbild für andere Staaten sein.

Auch in den Niederlanden wird bereits über das Ende der Verbrennungsmotoren beraten. Hier soll ebenfalls ab 2025 mit der Zulassung Schluss sein.


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Warum ich auf einem Campingplatz wohne
Ich brauchte ein Zimmer in Köln und konnte mir keins leisten. Also zog ich in einen Wohnwagen.

Ein 1,40 Meter breiter Schlafbereich, Küchenzeile, Eckbank, Waschbecken: Klingt nach kleiner Stadtwohnung, ist aber ein Wohnwagen. Mein Wohnwagen. Hier wohne ich seit rund einem Monat, auf einem Stellplatz direkt am Rhein, Hochwassergefahr inklusive.

Ich koche mit Gas und habe eine Heizung, es gibt ein Waschbecken mit Wasserhahn, den damit verbundenen Zehn-Liter-Eimer muss ich etwa zweimal die Woche neu auffüllen. An den Fenstern kleben Window-Colors, die meine Schwester und ich während Sommerurlauben gemalt haben.