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Die EU-Kommission verklagt Deutschland vor dem Europäischen Gerichtshof. Es geht um zu hohe Nitrat-Belastungen im Grundwasser. In vielen Regionen in Deutschland steigen die Belastungen an, weil Bauern zu viel Gülle, Mist und Kunstdünger verteilen. Durch das Nitrat wachsen Pflanzen schneller, zu viel Nitrat schädigt aber Gewässer, weil zu viele Algen wachsen und anderes Leben ersticken. (Tagesschau)

Die Vorwürfe:

  • Die Bauern in Deutschland verteilen mehr Dünger, als Pflanzen aufnehmen können.
  • Die Pausen zwischen dem Düngen sind mit drei Monaten viel zu kurz und müssten verdoppelt werden.
  • Seit 2012 wisse Deutschland von dem Problem und habe nichts unternommmen außer die EU trickreich hinzuhalten.

Bereits im April hatte die EU die Klage angekündigt. Erst im Oktober kündigte das Landwirtschaftsministerium schnell eine Änderung des Düngegesetzes an. Bis das beschlossen ist und eine neue Dünge-Verordnung in Kraft tritt, dauert es allerdings noch. Auch ist noch unklar, ob die neuen Vorschriften weit genug gehen.

In Sachen Nitrat macht die EU ernst: Frankreich steht derzeit wegen ähnlicher Vergehen vor Gericht. Die Strafe für Überdüngung könnte bei bis zu drei Milliarden Euro liegen. Seit 1991 gibt es eine Nitratrichtlinie in der EU, um Gewässer zu schützen.

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