3 Tipps für mehr Bio, weniger Chemie und nachhaltige Alternativen im Badezimmer.

Aus dem Bett wanken wir meist direkt ins Bad um uns tageslichtauglich zu machen. Zähneputzen, Rasieren, Haarewaschen,... Noch bevor der Tag so richtig startet, haben wir  – ohne es wirklich wahrzunehmen – oft schon eine Riesen-Menge Chemie in den Abfluss gespült. Die unzähligen Plastikfläschchen von Conditioner bis Shampoo sind wieder etwas leerer. Und Wegwerfprodukte wie Einwegrasierer, Wattebäuschchen und Tampons im Restmüll gelandet.

Mit  wenig Aufwand kannst du viel gegen Verschmutzung und Verschwendung unternehmen - wobei langfristig nicht nur die Umwelt und deine Gesundheit, sondern auch deine Geldbörse profitiert.

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Tipp 1: Setze in der Körperpflege auf Naturkosmetik statt Mikroplastik

Herkömmliche Peelings, Duschgels und Shampoos enthalten kleine Plastikteilchen, flüssigen Kunststoff, synthethische Düfte und Farben sowie andere erdölbasierte Stoffe. Diese können nicht nur deiner Haut schaden, sondern landen über den Abfluss auch direkt im Grundwasser und irgendwann in den Mägen von Wildtieren.

Besser für deine Gesundheit und die Umwelt sind Naturkosmetika. Zertifizierte Produkte enthalten nur so wenig Synthetik wie unbedingt nötig. Bei der Entsorgung wandern keine giftigen Stoffe in die Natur. Und ein höherer Preis für Bioqualität gleicht sich oft durch die besonders hohe Ergiebigkeit der Produkte aus. 

Duschgels mit biologischen Ölessenzen

Eine gute Alternative zu herkömmlichen Produkten sind zum Beispiel die Duschgels von Weleda. Sie machen die Haut mit Sesamöl geschmeidig und für den guten Duft sorgen Ölessenzen von biologisch angebauten Früchten. Falls du erst in der Dusche so richtig aufwachst, empfehlen wir dir die Erfrischungsdusche mit Zitronen- und Orangenöl. Zum Entspannen ist zum Beispiel die Schönheitsdusche mit Granatapfelsamenöl gut geeignet.

Seifenstücke zur Haut- und Haarpflege

Umweltbewusste Hersteller achten  darauf, dass ihre Verpackungen möglichst recycelbar sind – aber noch sinniger wäre es natürlich, auf einen Teil der unzähligen Plastikfläschchen ganz zu verzichten.

Seifen belasten das Ökosystem nur wenig – sie sind gut abbaubar und werden aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt. Aber vorallem sind sie nachhaltig in der Verpackung und Verwendung.

(Bild: OTTO )

Um die richtige Seife für deinen Körper und/oder dein Haar zu finden, musst du oft ein wenig herumprobieren. Doch wenn es dann klappt, sind Zeit- und Geldersparnis ziemlich grandios.

Diese Rosmarinpflanzenseife entwickelt einen schönen, cremigen Schaum und ist für den ganzen Körper geeignet. Die Calendulaseife von Weleda ist vorallem für sensible Haut und häufiges Waschen geeignet.

Das Sandelholz in diesem Seifenstück enthält rückfettende Substanzen, die die Haut schonend pflegen. Olivenöl macht die Haut bekanntlich besonders seidig und geschmeidig – und genau das tut es auch in dieser (natürlich parfumfreien) Seife.

(Bild: OTTO )

Eine extra-sanfte Seife mit Sheabutter gibt es von L'OCCITANE. Falls du einen eher maskulinen Duft willst, ist diese edle Seife für dich interessant: Mit den natürlichen Essenzen aus Bergamotte, Zitrone, Limette und Lavendel ist sie sowohl zum Duschen als auch zum Baden perfekt geeignet.

Umweltfreundliche Shampoos

Vorallem in "Repair"-Produkten für Haare wird regelmäßig Silikon verwendet. Doch wenn diese erstmal geschädigt sind, hilft es (langfristig) nicht, sie in einem "Silikonmantel" zu versiegeln. Abgesehen von Umweltbedenken, kann sich der künstliche Stoff im Haar ablagern und die Aufnahme von natürlichen Pflegestoffen verschlechtern. 

Besser für schöne Haare: Vereinbare beim nächsten Friseurtermin einen Splissschnitt, investiere in ein Seidenkissen, wasche die Haare insgesamt so selten wie möglich, lass es so oft es geht danach nur lufttrocknen – und nutze silikonfreie Haarpflege.

Dieses Shampoo von Botanicals wird vegan hergestellt und hat sehr gute Bewertungen. Die Mischung aus Soja-, Lavendel-, und Kokosöl pflegt empfindliche bis normale Haare mit viel Feuchtigkeit. Für gestresstes Haar kannst du auch die dazugehörige Stärke-Kur ausprobieren - das Koriandersamenöl baut das Haar vom Ansatz an auf und riecht laut Bewertungen "einfach herrlich".

Alternativ ist auch dieses Naturshampoo mit Heilerde gut für eine besonders schonende Reinigung von Kopfhaut bis Haarspitzen geeignet. Heilerde hat viele tolle Inhaltsstoffe – es sorgt schon nach kurzer Anwendung für glänzende Haare, die weniger schnell nachfetten.

Naturkosmetik für die tägliche Hautpflege

Mit Haarewaschen und Zähneputzen ist es nicht getan – nach dem Duschen cremen sich vor allem Menschen mit trockener Haut gerne von Kopf bis Fuß ein. Eine Alternative zu herkömmlichen Produkten ist zum Beispiel diese unparfümierte Feuchtigkeitscreme mit Mandelduft. Sie zieht schnell ein, lindert Hautirritationen und eignet sich auch gut als Makeup-Unterlage.

Ebenfalls täglich im Gebrauch sind Deos. Die Aluminiumsalze darin sind sehr effektiv und schweißhemmend, allerdings stehen sie ebenfalls im Verdacht die Haut zu schädigen und zu irritieren. Dieses Sensitiv-Deo von lavera enthält kein Aluminium und wirkt durch natürliche keimhemmende Essenzen sowie ätherische Öle.

Irgendwann ist es so weit – plötzlich kann man dir am Gesicht ablesen, ob du am Abend davor rechtzeitig im Bett oder die ganze Nacht feiern warst. Da greift man dann gern zu Cremen und Tinkturen, die "Anti-Aging", "Sichtbare Straffung" und "Revitalisierung in 2 Minuten" versprechen. Der Haken? Die meisten davon beinhalten Silikone, die in den Abfluss und damit die Umwelt gelangen.

Natürliche Peelings und Anti-Age-Pflege

Für dich ist das zwar nicht (direkt) gesundheitsschädigend, aber –  wie wir schon bei den Shampoos gehört haben – tendiert der Stoff dazu, Dinge schichtartig zu überziehen. Im Fall der Hautcreme verstopfen auf Dauer dann die Poren. Die Inhaltstoffe dieser straffenden Augenpflege sind hingegen unschädlich und pflegen die Haut.

Ab und zu (aber höchstens einmal wöchentlich!) tut auch ein Peeling unserer Haut gut  –  es fördert die Durchblutung und entfernt abgestorbene Hautschüppchen. Leider sind die Mittel der Wahl in vielen Produkten synthetische Granulate, also die kleinen Plastikkügelchen, die wir schon aus gewöhnlichen Duschgels und Shampoos kennen.

Die gute Nachricht: Natürliche Inhaltsstoffe, wie Pflanzengranulate, zermahlene Kerne oder Salz, erledigen den Job genauso gut. Mit diesem Gesichtspeeling mit Weiderinde und gemahlenen Pfirsichkernen bleibt nicht nur deine Haut, sondern auch dein Gewissen rein.

Tipp 2: So reduzierst du deinen Warmwasserverbrauch im Badezimmer

Wassersparen ist wichtig – und zwar ganz besonders dann, wenn es sich um warmes Wasser handelt. Um das erstmal aufzuwärmen, braucht es  jede Menge Energie – deren Verbrauch einen wesentlichen Teil deiner Energiekosten ausmacht. Gleichzeitig mit dem Energieverbrauch sinken auch die CO2-Emissionen – ergibt in Summe einen Gewinn für dich und die Umwelt.

Viel sparst du schon ein, wenn du einen Zahnputzbecher nutzt, anstatt das Wasser einfach nebenbei laufen zu lassen. Dieses schöne Modell aus Bambus und Edelstahl –  beides ressourcenschonende Materialien – und der dazupassende Zahnputzhalter gefallen uns besonders gut. Auch schlau: Beim Einseifen unter der Dusche zwischendurch das Wasser abdrehen. Und natürlich, sich meistens für die Dusche anstelle der Badewanne zu entscheiden.

Badezimmerarmaturen mit Wassersparfunktion

Mit der richtigen Dusch- und Wasserhähnen geht’s noch einfacher: Sie optimieren den Wasserverbrauch, ohne dass es dir negativ auffällt. Ein sogenannter Strahlregler, oft auch als Luftsprudler oder Mischdüse bezeichnet, sorgt für eine Reduktion des Wasser- und Energieverbrauchs, obwohl gleichzeitig die gefühlte Kraft des Wasserstrahl steigt.

Für relativ kleines Geld kannst du einen Duschkopf mit Wassersparfunktion installieren – diese Handbrause ist schön groß und spart bei jeder Dusche rund 30 % Wasser ein.

Auch mit diesem Brausekopf verbrauchst du weniger Wasser als bei herkömmlichen Duschköpfen – er ist etwas teurer, hat dafür aber eine einstellbare Regenfunktion und Massagestrahl.

(Bild: OTTO )
Der Vorteil eines Brausethermostats liegt auf der Hand: eine konstante Wunschtemperatur beim Duschen. Dieses super bewertete Modell verhindert mittels Sicherheitssperre sowohl eiskalte als auch brühheiße Überraschungen. Dank der speziellen Wasserspartechnologie ist dein Wasserverbrauch bis zur Hälfte reduziert.


Dieses Wasserhahnmodell verfügt über einen geräuscharmen Strahlregler und überzeugt laut Kommentaren auch sonst in Sachen Design und Qualität.

(Bild: OTTO )

Dieser Wasserhahn mit Spar-Funktion und Verbrühschutz lässt sich sogar in eine Mini-Dusche verwandeln – dank der herausziehbaren Brause klappt Haarewaschen auch direkt am Waschbecken.

Tipp 3: So vermeidest du Wegwerfprodukte in deiner Pflegeroutine

In vielen Fällen kannst du mühelos auf müllfreie Alternativen für Einmalprodukte umsteigen. Diese sind natürlich in der Anschaffung erst einmal teurer – dafür musst du nicht ständig nachkaufen, gibst auf Dauer viel weniger Geld aus und produzierst wesentlich weniger Plastikmüll.

Drei Beispiele für Wegwerfprodukte, die besonders häufig einen großen Durchsatz haben:

Natürliche Alternative für Wattestäbchen

Die Plastikdinger kommen in der 500er-Packung und sind trotzdem nie zu finden, wenn man sie mal braucht. Stattdessen such dir doch lieber einen fixen Platz im Bad für diesen putzigen Ohrenreiniger aus Metall aus - die nächsten 10 Jahre brauchst du nämlich vermutlich nichts anderes mehr:

Zur Makeupentfernung und allgemeinen Gesichtsreinigung kommt auch oft Wegwerfwatte zum Einsatz. Wir empfehlen, dir stattdessen kleine Baumwolltücher nur für diesen Zweck zurechtzulegen, zum Beispiel diese Waschlappen von HUGO BOSS aus reiner Baumwolle. Tränke sie vor der Verwendung in warmen Wasser – die Methode funktioniert genauso gut und  ist für sensible Haut auch angenehmer.

Gesunde Alternative für Tampons

Bis zu 17.000 "Hygieneprodukte" verbraucht frau im Laufe eines Lebens – und so entsteht eine unglaubliche Menge an Plastikmüll. Neben Umweltbedenken sind Binden und Tampons auch nicht gerade die körperfreundlichste Wahl: Sie bestehen zwar aus Baumwolle, kommen aber im Laufe der Produktion mit Pestiziden in Berührung und werden mit Bleichmitteln behandelt.

(Bild: OTTO )

Immer mehr Frauen setzen auf Alternativen: Neben Stoffbinden und Naturschwämmen sind vorallem Menstruationstassen beliebt. Die Handhabung der "Cups" braucht anfangs ein wenig Übung, lohnt sich aber total. Die Monatsblutung wird dabei in einer Tasse aufgefangen, die einerseits wesentlich weniger oft am Tag gewechselt werden muss und vorallem auswaschbar und für Jahre wiederverwendbar ist.

Der Lily Cup von Intima besteht aus medizinischem Silikon und trocknet, im Gegensatz zu Tampons, die Vaginalflora nicht aus. Vorallem an den schwächeren Tagen musst du den Cup nur alle 12 Stunden wechseln.

Auch der Fun Cup aus dem Hause des beliebten Sexspielzeugherstellers überzeugt viele: Hier bekommst du gleich zwei verschiedene Größen sowie eine antibakterielle Aufbewahrungstasche.

(Bild: OTTO )

Umweltfreundliche Alternative für Einwegrasierer

Das Geld, das man in Einwegrasierer investiert lohnt sich so gar nicht: Die Klingenanzahl ist meistens viel zu gering, die Klingen werden superschnell stumpf und schon beim zweiten Mal erwischt man gefühlt nur noch die Hälfte der Härchen. Bei den Billigprodukten steigt außerdem die Gefahr, sich vorallem im empfindlichen Intimbereich die Haut aufzureißen.

Ein ordentliches Epiliergerät kann Abhilfe schaffen: Du verlängerst damit die Zeit zwischen der Haarentfernung und wenn du Glück hast, werden diese mit der Zeit auch immer feiner und weniger. Dieses Modell von Braun hat ausgezeichnete Bewertungen und entfernt bis zu 4mal kürzere Haare als Wachs.

(Bild: OTTO )
Falls dir Epilieren zu brutal ist, gibt es natürlich auch Elektrorasierer, die auch ungleich bessere Arbeit leisten als es Handrasierer-Massenware kann:  Dieser Elektrorasierer aus der ProSkin Serie  bekommt begeistertes Feedback. Ebenso beliebt: Dieser Elektrorasierer für Damen mit beweglichen Scherfolien und Bikiniaufsatz.


Du willst was verändern?

(Bild: giphy )
Um etwas für Umweltschutz und Nachhaltigkeit zu tun, musst du nicht gleich sämtliches Plastik aus deinem Alltag verbannen. Nimm dir einfach ab und zu Zeit: Um über dein Konsumverhalten, beziehungsweise die Produkte, die du wirklich regelmäßig nutzt, nachzudenken. Vielleicht lässt sich das eine oder andere leicht mit umweltfreundlicheren Alternativen ersetzen und ist auch längerfristig für deine Gesundheit und deinen Geldbeutel von Vorteil. Baby steps - we can do it!



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