Bild: Twitter / dpa (2) / bento-Montage

Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist für viele Menschen ein Appell zum sofortigen Wegwerfen. Dabei sind die Lebensmittel noch immer genießbar – zum Teil sogar noch sehr lange nach dem Ablauf des Datums. 

Damit nicht mehr so vieles unnötig weggeworfen wird, haben sich nun einige norwegische Unternehmen entschieden, ihr eigenes Haltbarkeitsdatum einzuführen.

Die Diskussion um das Mindesthaltbarkeitsdatum ist eine alte. Aktivisten versuchen schon lange, den abgelaufenen Lebensmitteln ihr Stigma zu nehmen. Manche Supermärkte verschenken das abgelaufene Essen (Utopia), und sagen damit: Wir dürfen es zwar nicht mehr verkaufen, aber gut ist es dennoch. Einige Menschen holen sich das von Supermärkten weggeworfene Essen aus den Containern und zeigen so: Das ist noch gut! 

Eigentlich ist die Tatsache, dass Lebensmittel nach Ablauf des Datums auf der Verpackung nicht gleich schlecht sind, bekannt. Sollte man zumindest denken. 

Trotzdem wird noch immer viel zu viel weggeworfen:

Aus diesem Grund hat nun TINE, der größte norwegische Produzent von Milchprodukten, angekündigt, eine neue Kennzeichnung auf ihren Produkten zu verwenden. 

"Mindestens haltbar bis, aber nicht schlecht nach", steht ab der kommenden Woche auf den Verpackungen. 

Auch ein Eierhändler und die Q-Molkerei haben die Kennzeichnung eingeführt. Laut letzterer hat fast jeder dritte Norweger schon abgelaufene Milch weggeworfen, ohne überhaupt zu prüfen, ob sie noch gut ist. (SPIEGEL ONLINE)

Auch in Deutschland wird das Thema immer wieder diskutiert. So hatte Bundesernährungsminister Christian Schmidt (CSU) schon 2016 vorgeschlagen, zusätzlich zum Mindesthaltbarkeitsdatum auch noch ein sogenanntes "Verbrauchsverfallsdatum" anzugeben, damit Kunden eine bessere Vorstellung davon hätten, wann die Lebensmittel wirklich schlecht werden. (SPIEGEL ONLINE)

Und wie ist es mit dir? Weißt du, wie lange man abgelaufene Lebensmittel noch essen kann? 

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Juso-Chef: "Wir können die Große Koalition noch verhindern!"
Kevin Kühnert im Interview

SPIEGEL ONLINE: Haben Sie in den vergangenen Tagen eigentlich mit Martin Schulz gesprochen? Oder haben Sie gar keinen Bedarf, weil Ihnen, wie Sie kürzlich sagten, ohnehin egal ist, wenn der SPD-Vorsitzende im Fall des Scheiterns der GroKo-Verhandlungen gehen müsste?

Kühnert: Erstens nein, wir haben nicht telefoniert, aber natürlich stehe ich im Austausch mit der Parteispitze. Und zweitens muss ich die Aussage korrigieren, die war im Original anders. Ich habe gesagt, dass Personalfragen jetzt deutlich hinter inhaltlichen Fragen stehen müssen. Da ist es mir dann tatsächlich egal, über wen wir sprechen.

SPIEGEL ONLINE: Wo ist der Unterschied?

Kühnert: Natürlich ist es relevant, was mit dem SPD-Chef passiert. Ich widerspreche aber der Logik, nach der politische Konflikte in Rücktritten münden müssen. Diskussionen müssen möglich sein, ohne immer gleich rollende Köpfe zu sehen.