Bild: dpa / Bernd Wüstneck
Vier Fragen und Antworten zu dem Fund

Mikroplastik konnte unter anderem schon in den Organismen von Muscheln, Fischen oder Seevögeln gefunden werden. In kosmetischen Produkten wie Zahnpasta, Peelings oder Duschgels werden die Plastikteilchen eingesetzt und landen irgendwann in den Flüssen und Meeren. Der Mensch schien nicht betroffen zu sein – bis jetzt. 

1 Wie wurde Mikroplastik im Menschen nachgewiesen?

Ein Forscherteam der Universität Wien und des österreichischen Umweltbundesamts hat im Kot von acht Probanden Plastikpartikel gefunden. Zuvor hatten die untersuchten Menschen eine Woche lang aufgeschrieben, wie sie sich ernähren, und eine Stuhlprobe abgegeben. 

2 Was hat das Forscherteam im Stuhl gefunden?

Bettina Liebmann, Expertin für Mikroplastik-Analysen im österreichischen Umweltbundesamt, erklärt:

In unserem Labor konnten wir neun verschiedene Kunststoffarten in der Größe von 50 bis 500 Mikrometer nachweisen.

Überrascht habe die Forscher, dass verschiedene Arten von Mikroplastik in den Proben nachgewiesen wurden. Polypropylen (PP) und Polyethylenterephtalat (PET) fanden sie am häufigsten.

3 Wer hat an der Mikroplastik-Studie teilgenommen?

Die Studienteilnehmerinnen und -teilnehmer sind zwischen 33 und 65 Jahren alt und stammen aus verschiedenen Ländern und Kontinenten.  (SPIEGEL ONLINE)

Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben während der Zeit der Studie plastikverpackte Lebensmittel und Getränke aus PET-Flaschen zu sich genommen. Außerdem ernährte sich keiner vegetarisch oder vegan, alle aßen Meeresfrüchte oder Fleisch. Inwiefern die Ernährung beeinflusst, wie viel Mikroplastik im Körper gefunden wird, konnte auf Grund der wenigen Probanden nicht weiter untersucht werden. 

4 Welche Folgen hat Mikroplastik für den menschlichen Körper? 

Ob und wie Mikroplastik die Gesundheit gefährdet, ist noch nicht erforscht (Süddeutsche Zeitung). Dass täglich Tiere an den Plastikpartikeln verenden, ist allerdings bewiesen. Was Menschen tun können, um alle Lebewesen, inklusive sich selbst, zu schützen? Auf Produkte mit Mikroplastik verzichten



Gerechtigkeit

Tausende auf der Flucht Richtung USA, Trump droht mit Militär
Vier Fragen zur Situation an der Grenze

Seit mehreren Wochen befinden sich tausende Menschen aus Mittelamerika auf der Flucht. Ihr Ziel sind die USA. Am Freitag haben hunderte den Zaun an der Grenze zwischen Guatemala und Mexiko überwunden, dabei kam es zu Tumulten. Jetzt führt sie ihr Weg weiter durch Mexiko.

Wo ging es los?

Aus Honduras wurde ein Marsch organisiert, dem sich immer mehr Leute anschließen. Die Menschen laufen in Richtung USA. Solche Menschenzüge in die USA gibt es seit Jahren immer mal wieder, doch dieses Mal sind laut Organisatoren ganze 7500 Menschen unterwegs. (SPIEGEL ONLINE) Normalerweise sind das aber Protestmärsche, die auf die prekäre Lagen der jeweiligen Heimatländer aufmerksam machen sollen. (FAZ)

Bis Ende letzter Woche seien laut Behörden ungefähr 5000 Menschen an die mexikanisch-guatemaltekische Grenze gelangt, die meisten aus Honduras, einige aus El Salvador oder direkt aus Guatemala. Laut Organisatoren sind es 7500 Menschen.

Ein Großteil der Flüchtenden seien Frauen und Kinder. (Zeit Online) Nachdem die Situation Ende der Woche eskalierte, geht die Reise nun weiter. In mexikanischen Tapachula, 40 Kilometer nördlich der Grenze, ließen sich viele der Menschen erschöpft nieder oder stiegen in Busse. Die Migranten werden von der Polizei begleitet. (SPIEGEL ONLINE) Zur US-Grenze sind es rund 3800 Kilometer.

Hier die Karawane im Video: