Bild: Getty Images/Mario Tama

Plastikmüll wird ein immer größeres Problem. Längst hat es auch die Polargebiete erreicht. Eine neue Untersuchung hat jetzt ergeben, dass im Eis der Antarktis noch mehr Plastikteilchen enthalten sind, als Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen vermutet hatten. (Tagesschau)

Was wurde untersucht? 

Während einer Expedition des Forschungseisbrechers "Polarstern" in den Jahren 2014 und 2015 wurden aus fünf verschiedenen Gebieten um den Nordpol herum Proben gesammelt. Zum ersten Mal wurden für die Analysen ein Infrarotspektrometer eingesetzt. Das Gerät ist in der Lage, Partikel nachzuweisen, die nur so groß wie das Sechstel eines Haares sind. 

Was wurde herausgefunden?
  • Teilweise haben die Expertinnen und Experten des Alfred-Wegener-Instituts (AWI) in Bremerhaven mehr als 12.000 Mikroplastikteilchen pro Liter Meereis gefunden. Sie sprechen von einer "Rekordkonzentration". 
  • Durch die neue Messungsmethode wurden Konzentrationen gefunden, die zwei- bis dreimal so hoch sind wie bei vorangegangenen Ergebnissen. 
  • Am meisten Plastikteile wurden in der zentralen Arktis gefunden, wo keine direkten Einträge von Flüssen stattfinden. Die Forscherinnen waren überrascht, dass die Partikel tatsächlich so weit transportiert werden. 
Wo kommt das ganze Plastik her? 

Die Wissenschaftler glauben, dass es sich bei den Partikeln um die Reste von Verpackungsmüll handelt. Außerdem hätten sie Lackpartikel gefunden, die vermutlich von Schiffsanstrichen sind und Nylonreste von Fischernetzen. Die Verschmutzung wird also nicht nur herangespült, sondern auch lokal durch Schiffsfahrt und Fischerei erzeugt.

Welche Konsequenzen hat das?

Das ist noch nicht ganz klar. Es gibt Studien, die zeigen, dass wenn Tiere die Plastikteilchen aufnehmen, sie Entzündungen aufweisen können. Bei Muscheln ist das beispielsweise der Fall. Bei Fischen wurden nach dem Fressen von Plastik Veränderungen im Verhalten bemerkt.

Möglicherweise sinken die Plastikpartikel auch schnell auf den Meeresboden, weil sich wohl – laut Aussage der Expertinnen – Algen und Bakterien an sie haften und sie so schwerer werden. 

Ob das Plastik auch für den Menschen Folgen haben kann, ist unklar. Letztlich müssen die Konsequenzen noch näher erforscht werden. 


Musik

Dieser singende Priester könnte Großbritanniens neuer Superstar werden
Zumindest ist das sein Ziel.

Mit sanfter Stimme fängt er an zu singen, doch als sich Priester Ray Kelly mit voller Leidenschaft in den Refrain stürzt, haben alle im Saal Tränen in den Augen: Der 64-Jährige hat in der vergangenen Woche an der Castingshow "Britain's Got Talent" teilgenommen, dem britischen Äquivalent von "Deutschland sucht den Superstar". 

Und sein Auftritt hat alle begeistert.