Bild: EPA/Diego Azubel

In Mecklenburg-Vorpommern werden die letzten beiden noch verbliebenen Nerzfarmen offiziell geschlossen. Es geht um die Anlagen in Zirtow bei Wesenberg sowie in Güstrow. Das haben die Betreiber nun bekannt gegeben. (SVZ)

Das heißt: Mecklenburg-Vorpommern wird endlich frei von der umstrittenen Pelztierzucht. Tierschützer hatten sich jahrelang für die Schließung der Farmen eingesetzt.

Nerze werden gezüchtet, um aus ihrem Fell Mäntel zu schneidern. Die Tiere müssen dafür sterben. Dabei gibt es mittlerweile täuschend echten Kunstpelz. 

Wir sind froh, wenn in Mecklenburg-Vorpommern keine solche Anlagen mehr existieren
Kerstin Lenz, Tierschutzbund MeckPomm

Das Aus der Nerzfarmen war bereits 2014 von Behörden beschlossen worden – die Betreiber hatten sich geeinigt, ab dem 12. Januar 2018 keine Pelztiere mehr zu halten. Laut der Betreiber stünden die Farmen bereits leer.

Tierschützer gaben an, dass bis zu 16.000 Zuchttiere in den Anlagen gehalten wurden. Sie galten mit als größte Farmen in Deutschland. Laut Peta gibt es noch je eine Nerzfarm bei Kiel, in Westfalen und nahe Leipzig.

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Luisa hat abgetrieben: "Es war die einsamste Entscheidung, die ich treffen musste"

Scheiße, scheiße, scheiße. Luisa* zittert. Sie hat gerade in ein Töpfchen gepinkelt, den Schwangerschaftstest hineingesteckt. Der Urin klettert den Teststreifen immer weiter nach oben, er saugt sich voll, nach 30 Sekunden hält er im positiven Bereich an. Luisa ist schwanger. Scheiße. Scheiße. Scheiße.

Wenn sie an diesen Montag im November zurückdenkt, fangen ihre Hände wieder an zu zittern. Wie vor einem Jahr. 29 ist sie damals, hat gerade das Biologie-Studium beendet und ist frisch verliebt. Tobias kennt sie seit einem Dreivierteljahr. Er sitzt in der Küche und wartet, Luisa geht zu ihm, die beiden nehmen sich in den Arm. 

Ohne dass sie etwas sagt, weiß er Bescheid.