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Drei Fakten zum Gesetzesvorhaben

Das kleine Luxemburg dreht gerade auf. Erst Anfang der Woche gab die neue Regierung bekannt, Cannabis zu legalisieren (bento) – nun soll auch noch der gesamte ÖPNV im Land kostenlos werden.

Kommt das Gesetz, wird Luxemburg das erste Land der Welt mit einem kostenlosen Nahverkehr.

Luxemburg hat seit wenigen Wochen eine neue Regierungskoalition aus Liberalen, Grünen und Sozialisten. Gemeinsam wurden viele Neuerungen für das kleine Land beschlossen.

Darauf hat sich die Regierung nun geeinigt:

  1. Züge, Busse und Bahnen werden nichts mehr kosten.
  2. Der Umsonst-Verkehr wird schon zum Sommer 2019 eingeführt.
  3. Zur Finanzierung sollen Autopendler stärker besteuert werden.

Die Idee dahinter: Durch mehr offenen Nahverkehr soll die Umwelt und das Klima geschont werden, weil dann (hoffentlich) weniger Menschen in ihren eigenen Autos unterwegs sind. In Deutschland sind solche Pläne noch in weiter Ferne.

Um fair zu sein: Luxemburg hat nur etwa 600.000 Einwohnerinnen und Einwohner, weitere etwa 200.000 Menschen pendeln täglich aus Nachbarländern wie Deutschland und Frankreich zur Arbeit nach Luxemburg. 

Im Gegensatz zu den mehr als 80 Millionen Einwohnern in Deutschland ist das überschaubar – und dadurch einfacher finanzierbar.


Today

Wenn Studierende in Freiburg künftig zu laut sind, dürfen sie von der Polizei abgeholt werden
Auf einem bestimmten Platz ist einfach immer zu viel los.

Mitten im kleinen Studentenstädtchen Freiburg liegt der Augustinerplatz, von den Einheimischen auch liebevoll die "Piazza" genannt.

Warum Piazza? Weil der Platz gerade im Sommer derart lauschig Italienisch ist, dass viele Studentinnen und Studenten gerne bis spät in die Nacht – oder den Morgen – dort feiern und quatschen und musizieren. Nun soll damit Schluss sein.

Freiburger Anwohner haben durchgesetzt, dass die Studis notfalls mit Polizeigewalt abgeführt werden können - wenn es zu laut wird.

Um die Nachtruhe am Augustiner tobt seit Jahren ein Streit in der Stadt. 

  • Studierende, die feiern wollen, sagen: Ist doch alles halb so schlimm, hier eine Gitarre, dort ein paar klirrende Flaschen Tannenzäpfle. 
  • Anwohnerinnen und Anwohner hingegen sagen: Jeden Abend wird’s vorm Fenster laut, keiner sorgt sich um die Nachtruhe.

Am Anfang sollte eine "Säule der Toleranz" den Lärmpegel regeln. Wenn die Nachtruhe eintritt, färbt sich die Lichtsäule von grün zu rot, ein Signal an alle auf dem Platz, doch bitte ruhig zu werden. Kaum stand die Säule, würde sie demoliert.