Was können wir tun, um den Klimawandel zu stoppen? Dieser Frage ist Leonardo DiCaprio nachgegangen.

Für seinen Dokumentarfilm "Before the Flood", der zusammen mit National Geographic entstand, reiste der Hollywood-Schauspieler und langjährige Klimaaktivist drei Jahre um die Welt.

Das ist das Ergebnis:
Worum geht es?

Im Film geht es nicht allein darum, zu zeigen, welche Auswirkungen der Klimawandel auf unserer Erde hat. DiCaprio spricht mit vielen Experten, um herauszufinden: Was können wir gegen das Aussterben bedrohter Tierarten und Ökosysteme sowie Naturkatastrophen tun? ("Stuttgarter Nachrichten")

Leonardo DiCaprio interviewte zum Beispiel den Generalsekretär der Vereinten Nationen, Ban Ki-moon, den ehemalige US-Präsident Bill Clinton und den jetzigen Barack Obama.

Warum jetzt?

Den Film veröffentlichte DiCaprio bewusst direkt vor der US-Präsidentschaftswahl. Damit setzt er ein deutliches Statement gegen Donald Trump. Der republikanische Kandidat leugnet den Klimawandel.

DiCaprio findet: "Wer nicht an den Klimawandel glaubt, glaubt nicht an Fakten, an die Wissenschaft oder an empirische Wahrheiten und sollte deshalb meiner Meinung nach kein öffentliches Amt bekleiden dürfen."

Die englische Version des 95-minütigen Film ist frei abrufbar, zum Beispiel bei YouTube. SPIEGEL.TV zeigt in Kooperation mit dem National Geographic Channel noch bis zum 6. November eine deutsche Synchronisation.

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Fühlen

"Eine Asiatin habe ich noch nie geküsst": Wie sich Rassismus auf Tinder anfühlt
Yellow Fever nervt.

Als meine letzte Beziehung zerbrach, war ich verzweifelt, weil Hoffnungen, Gefühle, blablabla. Irgendwann fühlte es sich wieder okay an, Single zu sein, bloß wollte ich das nicht als Dauerzustand. Ich musste also tun, wovor mir graute: Dating. Online-Dating.

Dating kann eine großartige Sache sein: neue Menschen, Nervenflattern, anregende Gespräche, aufregender Sex. Immer die Augen auf den großen Preis gerichtet, eine langfristige Beziehung. Nur: Der Weg dorthin ist mühsam.

Nieten pflasterten meinen Weg, trotz sorgfältiger Vorauswahl.

War das der gewöhnliche Ausschuss?

Oder hatte ich es als Asiatin beim Dating schwerer als andere? Schwerer als die weiße Hetero-Frau?

Gerade als vietnamesischstämmige Deutsche erlebe ich oft, dass sich viele Männer etwas von mir als Asiatin versprechen: eine exotische, sanfte Kindfrau, die im Bett besonders devot und/oder freakig ist. 

"Man hört so Gerüchte über Asiatinnen im Bett, die sollen der Wahnsinn sein", erklärte mir einer. "I want to be your sex slave", schrieb mir ein anderer. Oder, etwas netter: "Mandelaugen üben auf mich einen besonderen Reiz aus."

Das Phänomen ist im englischsprachigen Raum bekannt als "Yellow Fever" und steht für Menschen (meist Männer), die gesteigertes sexuelles Interesse an asiatischen Menschen (meist Frauen) haben.

Dass das Gelbfieber nicht nur in Amerika grassiert, beweist mir mein eigener Blog jeden Tag: Bis heute bringt mir der Artikel mit dem Titel "Sex mit einer Asiatin" die meisten Klicks. In dem Artikel geht es um die Frage, warum viele Männer über Sex mit einer Asiatin fantasieren.

Die meisten Besucher verlassen nach 20 Sekunden meine Seite – mir ist klar, was sie eigentlich gesucht haben.

Yellow Fever nervt. An sich ist nichts dagegen zu sagen, einen bevorzugten Typ oder Vorlieben zu haben. Aber der Spaß hört für mich auf, wenn es nur um meine Hautfarbe geht. Nicht nur, dass es absolut oberflächlich ist – es ist schlicht rassistisch und beleidigend, Menschen nach ihrer Hautfarbe zu beurteilen und ihnen bestimmte Eigenschaften anzudichten. Egal, ob positiv oder negativ.

YouTuberin Anna Akana drückt es so aus: "Warum kommen die Männer nicht und sagen: 'Ich bin ein rassistisches Arschloch.' Da würdest du wenigstens denken: Oh, das ist ehrlich. Das ist cool."