Bild: dpa/Philipp Schulze

Der Bio-Supermarkt und Lebensmittelproduzent Alnatura setzt sich für den Tierschutz ein. Ab sofort sollen nur noch Eier von Hennen angeboten werden, deren männliche Geschwister nicht getötet wurden. Der Supermarkt nennt das die "Bruderküken-Initiative".

Normalerweise werden männliche Küken in vielen Zuchtbetrieben nach der Geburt in einen Häcksler geworfen oder vergast. Der Grund: Die Tiere sind für Züchter nahezu wertlos, da sie später keine Eier legen und auch nicht viel Fleisch ansetzen. In Deutschland ist diese Massentötung erlaubt, zuletzt bestätigte im Mai ein Gericht die Praxis (bento).

Die Tötung ist kein Sonderfall, sondern die Regel: Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland schätzungsweise 48 Millionen männliche Küken getötet (SPIEGEL ONLINE).

Was will Alnatura nun ändern?

Die Supermarktkette arbeitet mit regionalen Bio-Bauern zusammen und sucht sich Bauernhöfe, die bei den Tötungen nicht mitmachen. Das geht gut bei sogenannten "Zweinutzungsrassen" – also Hühnern, bei denen die Weibchen Eier legen und die Männchen genügend Fleisch ansetzen, um später geschlachtet werden zu können.

Nun sollen im Rahmen der "Bruderküken-Initiative" nur noch Eier in den Handel kommen, die von solchen Rassen stammen. Die männlichen Geschwisterküken von zukünftigen Legehennen müssen mit ihnen aufgezogen werden. Seit 2013 testet Alnatura die Zusammenarbeit in einigen Pilotprojekten. Jetzt soll die Initiative überregional auf alle Supermärkte ausgeweitet werden, in Bayern und Baden-Württemberg sind bereits die ersten Eier im Handel (Alnatura).

Wenn die Küken nicht mehr getötet werden, werden aber die Eier teurer, oder?

Genau. Weil auch die männlichen Küken Platz, Futter und Betreuung benötigen, entstehen zusätzliche Kosten. Die 10er-Packung Eier wird künftig vier Cent mehr als bisher kosten.

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