Von Joghurt, Butter und Käse über Gemüse und süße Snacks bis hin zu Mineralwasser, die meisten Lebensmittel in unseren Kühlschränken sind in Plastik verpackt. Solltest du dich entschieden haben, weniger Plastik kaufen zu wollen, wird dein nächster Besuch im Supermarkt garantiert zum Horrortrip.

Denn dort gibt es nur wenige Produkte, die nicht in Plastik gehüllt sind. Die Verpackung vieler Lebensmittel macht oft sogar bis zu 25 Prozent des Gesamtgewichts aus. Käse aus der Einwegpackung sorgt so für 30 Gramm Plastikmüll, die vorgeschnittene Ananas aus der Plastikbox sogar für 42 Gramm (Verbraucherzentrale).

Dieser unnötige Müll aus den Supermarktregalen muss aber nicht bei uns zu Hause landen. Hier erfährst du, wie du deinen Kühlschrank von überflüssigen Plastikverpackungen befreist.

1.

Glas vs. Plastik

(Bild: Sebastian Schlecht)

Nicht nur logisch, sondern auch ganz einfach in der Umsetzung. Kauf Joghurt immer im Pfandglas – statt im Plastikbecher. Die leeren Gläser kannst du im Supermarkt zurückgeben, damit sie wiederverwendet werden können. Natürlich kannst du sie auch zur Aufbewahrung von anderen Lebensmitteln weiter nutzen. Dasselbe gilt für Milch, die es ebenfalls in der Pfandflasche gibt.

2.

Frischetheke vs. Kühlregal

(Bild: Sebastian Schlecht)

Wurst, Fleisch und Käse sind im Kühlregal eigentlich immer in Plastik eingepackt. Wenn es keine Metzgerei in deiner Nähe gibt, solltest du, wenn möglich, diese Produkte an der Frischetheke des Supermarkts kaufen. Klar, das ist etwas teurer.

Aber so sparst du einiges an Verpackung. Wenn du Glück hast, packen dir die Verkäufer deinen Einkauf sogar in eine mitgebrachte Vorratsdose. Einfach mal nachfragen. Im Kühlschrank bewahrst du Käse und Wurst dann am besten in Edelstahl- oder Glasboxen auf.

3.

Selber machen vs. Fertiggericht 

(Bild: Sebastian Schlecht)

Du bekommst Phantomschmerzen, wenn du nur daran denkst, Gemüse klein schneiden zu müssen? Für echte Kochmuffel wird es jetzt hart: Wenn du deinen Kühlschrank plastikfrei halten willst, solltest du dich für frische Lebensmittel entscheiden und auf Fertiggerichte verzichten.

Die sind nämlich oft in Plastik verpackt – oder ihre Verpackung ist mit Kunststoff beschichtet. Wenn du selber den Kochlöffel schwingst, entkommst du außerdem etlichen E-Nummern und lebst gesünder. Und: Probier's doch mal mit einem wiederverwendbaren Gemüsenetz aus Biobaumwolle.

4.

Wachstuch vs. Plastikfolie

(Bild: Sebastian Schlecht)

Wenn Essensreste im Kühlschrank landen, werden sie oft mit Plastik- oder Alufolie abgedeckt. Eine tolle nachhaltigere und umweltfreundlichere Alternative sind Wachstücher.

Die Tücher aus Biobaumwolle, Bienenwachs, Jojobaöl und Baumharz sind perfekt, um Schalen und Gläser abzudecken, aber auch Brot, Früchte und andere Lebensmittel kannst du mit ihnen verpacken. Die Tücher kannst du ganz einfach abwaschen und mehrfach verwenden. Natürlich kannst du eine Schale mit den Resten vom Mittagessen auch mit einem kleinen Teller abdecken.

5.

Leitungswasser vs. Plastikflaschen

(Bild: Sebastian Schlecht)

Unsere Kühlschränke sind immer noch voll von Plastikflaschen. Dabei muss Wasser nun wirklich nicht in Plastik verpackt werden. In Deutschland kann man Wasser aus der Leitung bedenkenlos trinken. Wenn es doch mal Mineralwasser, Saft oder Cola sein soll, findest du fast alle Getränke auch in Glasflaschen. Bei Plastikflaschen ist die Mehrwegflasche immer die bessere Option, da sie, im Gegensatz zur Einwegflasche, zumindest wiederverwendet wird.


Gerechtigkeit

Wer diese Schuhe kauft, hilft armen Kindern? Leider ist es nicht so einfach

Ein Paar Schuhe kaufen, ein anderes an Bedürftige spenden: Das ist die Idee von Toms, der Schuhmarke des Amerikaners Blake Mycoskie. Die offizielle Version der Firmengeschichte geht so: Der Unternehmer und Reality-TV-Star machte im Jahr 2006 Urlaub in Argentinien und sah in einem Vorort von Buenos Aires Kinder, die keine Schuhe besaßen.

Zurück in den USA gründete Blake Mycoskie sein Unternehmen Toms – und versprach, für jedes verkaufte Paar Schuhe ein anderes zu spenden.

Die Idee kam an: Im ersten Jahr verkaufte er 10.000 Schuhe. Mittlerweile sind es Millionen, die luftigen Schuhe gibt es in vielen Geschäften weltweit. Als Blake Mycoskie vor vier Jahren die Hälfte seines Unternehmens verkaufte, wurde der Wert auf 625 Millionen Dollar geschätzt.

Doch an die Schuhspenden stehen in der Kritik: Armut werde dadurch zementiert, nicht abgebaut.