Bild: imago stock & people

Die Europäische Union möchte Umweltschutz und Klimaschutz endlich stärker angehen. Erst kürzlich wurden umfangreiche Verbote für Wegwerf-Plastik beschlossen (bento). Nun folgte kurz vor Weihnachten auch ein Paket zur Förderung erneuerbarer Energien.

Die klimaschädliche Kohleförderung soll so endlich eingestellt werden – leider mit einer Ausnahme.

1 Was ist passiert?

Die EU hat Vereinbarungen getroffen, die den Wandel von herkömmlicher Energie zu erneuerbarer Energie beschleunigen sollen. Also zum Beispiel: Weniger Kohlekraft, mehr Windenergie. Das Paket heißt "Saubere Energie für alle Europäer".

EU-Klimakommissar Miguel Arias Cañete hat es mit verhandelt:

2 Was steht im Paket?

  • Für Kohlekraftwerke soll es ab 2025 kein Geld mehr geben.
  • Das gilt für alle Kraftwerke, die mehr als 550 Gramm CO2 pro Kilowattstunde in die Luft pusten.
  • Bisher wurde diese von der EU subventioniert, diese Gelder fallen dann weg.
  • Damit soll der Weg für ein EU-weites Ende der Kohle nach 2025 bereitet werden.

3 Wo liegt das Problem?

Für Polen wird eine Ausnahme gelten. Das Land ist stark auf seine Kohleförderung angewiesen, es ist dort ein wichtiger Wirtschaftszweig. Alle Subventionsverträge, die vor 2020 abgeschlossen werden, dürfen auch nach 2025 weiterlaufen.

Das heißt: Während andere EU-Länder nun umdenken müssen und auf klimafreundliche Energie umrüsten, kann Polen das ganze kommende Jahr noch Kohle-Verträge abschließen.

Einen Ausweg gibt es noch: EU-Rat und EU-Parlament müssen die neue Verordnung noch annehmen. Im Streit um die richtige Klimapolitik könnte sie so noch verschärft werden.


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