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Überraschung: Den Klimawandel zu leugnen hat ihn bisher nicht beseitigt

Jeder kennt diese Meldungen: "Unsere Erde hat gerade den zweitwärmsten Februar überhaupt erlebt". Oder: "2017 war das drittwärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen"

Viele denken sich dann wahrscheinlich: Naja, wird ja auch mal wieder kälter.

Für alle unter 33 stimmt das leider nicht: Durch die Erderwärmung haben sie keinen einzigen Monat erlebt, der nicht neue Hitzerekorde mit sich brachte.

Das haben nun das Forschungsinstitut NOAA und die Nasa bekannt gegeben. Demnach haben wir gerade den zweitwärmsten Oktober seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1880 erlebt.

Und damit hat die Erde nun ganze 406 Monate am Stück hinter sich, in denen die Temperatur über dem Durchschnitt des 20. Jahrhunderts lag. 

Diesen Durchschnitt verwenden Klimaforscher, um zu sehen, wie sich aktuelle Jahre und Monate im Vergleich zum vergangenen Jahrhundert entwickeln. Die Werte zeigen: Es wird immer wärmer.

Der letzte Monat, bei dem eine Temperatur unterm Schnitt gemessen wurde, war der Februar 1985. Das heißt: Jeder, der später geboren wurde, wurde in ein Zeitalter des Klimawandels hineingeboren. Und erlebt einen heißen Negativrekord nach dem anderen.

Warum das wichtig ist: 

Klimaforscher sind sich sicher, dass sich die Erde durch den vom Menschen gemachten Verbrauch von Treibhausgasen immer schneller erwärmt. Ein kleiner Anstieg über die vergangenen Jahrzehnte mag nicht bedrohlich wirken, wird aber in der längeren Betrachtung gefährlich: Warme Erdphasen gibt es immer wieder – aber laut der Nasa steigen die Temperaturen seit der letzten Eiszeit zehn Mal schneller.

Wird der Ausstoß der Treibhausgase nicht verringert, besorgen wir einen immer rasanteren Klimawandel. Und zerstören so unseren Planeten. Immer mehr extreme Wetterereignisse wie Dürren oder andernorts Überschwemmungen sind die Folge. 

Was wir Menschen nun noch dagegen tun können: Weniger Auto fahren, weniger fliegen, weniger Fleisch essen, weniger konsumieren und nur noch erneuerbare Energien nutzen. Und endlich Gesetze erlassen, die das auch für Konzerne verbindlich regeln. 


Gerechtigkeit

Die Bilanz zu Bayern neuer Grenztruppe: 500 Polizisten auf 9 illegale Migranten
Seehofer und Söder sei Dank.

Die extra wiedergegründete bayerische Grenzpolizei, deren Aufgabe die Suche nach möglicherweise illegal Einreisenden sein soll, hat seit ihrem Arbeitsbeginn im Juli neun Migranten bei direkten Grenzkontrollen aufgegriffen. 500 Stellen waren für diese Aufgabe bereitgestellt worden. 

Neun Migranten – ist das nicht ganz schön wenig? 

Das kann man so sagen. Das Innenministerium in Bayern möchte deshalb darauf hinweisen, dass die Beamten in der Zeit auch im Grenzhinterland Kontrollen durchgeführt hätten und dabei zwischen Juli und September 203 illegale Einreisen aufgedeckt hätten. Zudem seien bis September bei Kontrollen 643 Rauschgift- und 140 Waffendelikte ans Licht gekommen. Immerhin. 

Wer kontrolliert denn die Grenzen, wenn es nicht die 500 bayerischen Grenzer tun?

Seit Herbst 2015 kontrolliert die Bundespolizei drei Grenzübergänge zwischen Bayern und Österreich, obwohl das dem Schengen-Abkommen widerspricht. 

Die Grenzpolizei kommt auch nur zum Einsatz, wenn sie von der Bundespolizei angefordert wird. Ein Gutachten der grünen Bundestagsfraktion hält die bayerische Grenzpolizei sogar für verfassungswidrig – weil der Bund für die Grenzen zuständig ist, nicht die Länder. (SPIEGEL ONLINE)

Die Bundespolizeidirektion hat seit Januar über 7800 illegale Einreiseversuche an der deutsch-österreichischen Grenze registriert. Ob die neun von der Grenzpolizei entdeckten Menschen hier mit eingerechnet sind, ist unklar.

Was sagt die Opposition in Bayern? 

Die ist empört und hält die Grenzpolizei für eine riesige Ressourcenverschwendung.