Bild: Germanwatch
Und will damit unser Klima retten.

Es reicht einfach nicht, was die EU gegen den Klimawandel unternimmt. Und darunter leidet die Natur und damit dann auch der Mensch. Auch wirtschaftlich. 

Zehn Familien verklagen deshalb jetzt die EU. 

Die Familien stammen aus Portugal, Kenia, Rumänien – und eine auch aus Deutschland. Sie sehen alle ihre Gesundheit, Eigentum, Lebensgrundlagen und (traditionellen) Berufe sowie Bildungschancen vom Klimawandel betroffen.

Aus Deutschland hat sich Familie Recktenwald von der ostfriesischen Insel Langeoog der Klage der Familien angeschlossen. Maike und Michael Recktenwald führen auf Langeoog ein "Bio-Hotel" und engagieren sich im Umweltschutz. 

Als die Recktenwalds von der Klage und der Möglichkeit sich zu beteiligen erfuhren, waren sie sofort dabei, sagt Maike Recktenwald nun zu bento. Denn auf Langeoog merke man schon die Auswirkungen des Klimawandels. 

Wir nehmen dem Planeten das, was er braucht, um zu arbeiten.
Maike Recktenwald

Die Strände zum Beispiel:  Alle zwei bis drei Jahre müssen die Strände Langeoogs aufgespült werden, das heißt, in den Sommermonaten wird Sand nachgekippt, um ihn für die Sturmfluten im Winter fest zu machen und Dünenabbrüche zu verhindern. 

2017 konnten die Aufspülungen nicht fertiggestellt werden, weil die Stürme früher als sonst begangen und zu hoher Seegang war. "Das alles gab es früher auch schon alle paar Jahre, aber die Intervalle werden kleiner", sagt Maike Recktenwald.

Das sind die Folgen des Klimawandels:

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Was ist das Ziel der Klage gegen die EU?

Jede der zehn Familien, die die EU verklagt, hat ihre Gründe, für den Klimaschutz zu kämpfen, denn sie werden irgendwie alle vom Klimawandel beeinflusst: Da sind Landwirte, deren Erträge durch Dürren gefährdet sind oder Imker, deren Bienen immer weniger Honig produzieren, oder eben die Recktenwalds von Langeoog. (People's Climate Case

Unterstützt werden die Kläger von mehreren Nichtregierungsorganisationen – darunter Climate Action Network Europe (CAN-E), Protect the Planet und Germanwatch.

"Die EU-Klimaziele für 2030 liefern nicht den notwendigen Beitrag zur Abwendung gefährlicher Klimawandelfolgen", erklärt Germanwatch. Die Klägerfamilien sähen ihre Grundrechte verletzt und zögen daher vor den Europäischen Gerichtshof (EuGH): 

"Insbesondere geht es um die Grundrechte auf Leben und Gesundheit, auf das Wohl der Kinder sowie auf Eigentum und Berufsfreiheit."

Fang im Kleinen an. Das kannst du tun, um die Umwelt zu schützen:

LEVEL 1: Was du vom Sofa aus tun kannst
Du siehst einen coolen Post über Klimawandel, Frauenrechte oder ein anderes wichtiges Thema? Klick nicht nur auf "Like", sondern teile ihn. Selbst wenn er nur ein paar Leute inspiriert, ist das etwas Gutes.
Lass dir keine Kontoauszüge mehr schicken. Bestell sie ab und lad sie dir im Online-Banking runter. Dann hast du immerhin weniger Papier verschwendet.
Sei laut - selbst vom Sofa aus. Du kannst per E-Mail deine Politiker daran erinnern, mehr für die Umwelt zu tun, oder online an Petitionen teilnehmen.
Du daddelst eh im Netz herum? Dann google doch zwischendurch, ob die Läden oder Marken, bei denen du einkaufst, vorbildlich mit ihren Arbeitnehmern und der Umwelt umgehen...
... falls nicht, könntest du beim nächsten Einkauf woanders hingehen.
Melde die Arschlöcher: Wenn du siehst, dass Menschen im Netz andere fertigmachen, dann schau nicht einfach weg, sondern melde die Postings, ...
... mach Screenshots und in ganz schlimmen Fällen wende dich an die Polizei oder im Fall von Bekannten an Vertrauenspersonen aus deren Umfeld.
Lies/guck/hör mehr Nachrichten. Nur wer etwas mitbekommt, kann auch etwas tun. (Da du auf diesem Artikel gelandet bist, scheinst du das glücklicherweise schon zu tun.)
Du hast ein schlechtes Gewissen, willst aber auf manches nicht verzichten? Auf Seiten wie Atmosfair kannst du durch Spenden Projekte unterstützen, ...
die deinen CO2-Fußabdruck ausgleichen - zum Beispiel den letzten Flug in den Urlaub.
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Die Frage ist jetzt nur, ob das das Europäische Gericht die Klage überhaupt annimmt. Diese Entscheidung könnte noch mehrere Monate dauern. (SPIEGEL ONLINE)


Haha

Sätze, die das Leben in Deutschland perfekt zusammenfassen
In Germany we don't say much, aber dann irgendwie doch.

Manchmal gibt es zwischen zwei Personen Insiderwitze, die nur von den beiden verstanden werden. Oft gibt es aber auch Insiderwitze, die nur von Menschen verstanden werden, die in bestimmten Regionen leben.

Auf Twitter schreiben Menschen jetzt über Dinge, die nur von in Deutschland lebenden Menschen verstanden werden. Sie schreiben beispielsweise über Mülltrennung, Liebesgeständnisse und Pornos – und die Tweets dazu sind ziemlich lustig.