Bild: Nirzar Pangarkar / Unsplash

Das Bild der "verrückten Katzenlady" ist ein gängiges Klischee, das nicht nur bei den Simpsons gerne bemüht wird. 

Der Vorwurf: Menschen, die sozial zurückgelassen wurden, etwa durch eine Trennung, können sich nicht mehr an Menschen binden – und begnügen sich fortan nur noch mit ihrer Katze. Die Fähigkeit, mit anderen Menschen zu interagieren und ein "normales Leben" zu führen, wird also durch die Partnerschaft mit einer Katze ersetzt. 

Neurowissenschaftler streiten allerdings darüber, ob das wirklich in der Reihenfolge "Schmerz-Wahnsinn-Katze" passiert. Denn es gibt Forscher, die behaupten:

Es ist deine Katze, die dich wahnsinnig macht. 

Wobei: Eigentlich nicht die Katze selbst – sondern einzellige Organismen in ihrem Kot. 

WAAAAS?! Katzenkacke?

Schuld am geistigen Verfall der Katzenbesitzer könnte der Einzeller "Toxoplasma gondii" sein – oder, wie der Scientific American ihn nennt: Toxo. 

Toxo lebt im Kot von Katzen und wird schon länger kritisch von der Wissenschaft beäugt. Im Jahr 2000 entdeckten etwa Berdoy, Webster und Macdonald, dass der kleine Organismus aus den Katzenexkrementen in die Gehirne von Ratten eindrang. 

Das Besondere: Die Ratten änderten danach drastisch ihr Verhalten und suchten fortan auch Gegenden auf, in denen Katzen lebten. Sie wurden sogar vom Geruch des Katzenurins angezogen. Ihre Sicherheitsbedenken hatte Toxo scheinbar aufgelöst.

Auch beim Menschen sind Infektionen mit Toxo bekannt. Besonders Patienten mit Immunschwächekrankheiten wie Aids, aber auch schwangere Frauen sollten deshalb von Katzenklos fernbleiben. Babys, die sich im Mutterleib infizieren, können erblinden und geistige Behinderungen erleiden. (Was aber zum Glück extrem selten ist – das Infektionsrisiko liegt bei unter einem Prozent. Viel eher als am Katzenklo kann man sich da zum Beispiel bei der Gartenarbeit infizieren. Oder beim Verzehr von ungewaschenem Obst.) 

Schnell mal testen, ob du um diese Katzensache herumkommst:
Zurück zur Wissenschaft: Macht meine Katze mich also wahnsinnig? 

Das ist gut möglich, ja. Denn neben den oben beschriebenen, heftigen Auswirkungen, kann Toxo auch subtiler auf dein Gehirn einwirken. Dass liegt daran, dass der Einzeller auch den Botenstoff Dopamin produziert. 

  • Patienten, denen zu viel Dopamin verabreicht wurde, zeigten ein erhöhtes Risikoverhalten und Charakterveränderungen. Ganz ähnlich wie die Ratten also, die auf einmal magisch von Katzenurin angezogen wurden. 
  • Im schlimmsten Fall verursachten die kleinen Einzeller sogar Schizophrenie. Das Risiko, durch eine Toxoplasmose an Schizophrenie zu erkranken, ist in etwa so hoch wie die, durch Marihuana-Konsum davon erwischt zu werden (Oxford, 2012).
Doch warte: Es gibt auch gute Nachrichten

Eine Studie der Uni Cambridge aus diesem Jahr hat die Zusammenhänge von Katzenbesitz und psychischen Krankheiten statistisch untersucht. Dafür wurden 6705 13-Jährige und 4676 18-Jährige verschiedener Hautfarben und Herkünfte beobachtet. Heraus kam, dass Katzenbesitz keinen messbaren Einfluss auf die psychische Gesundheit der jungen Menschen hatte (Cambridge University Press).

Der Fokus der Studie lag allerdings nur auf den Jugendlichen. Nicht untersucht wurde dabei, wie sich der langfristige Kontakt mit Toxo später im Leben verhält. Wenn deine beste Freundin also ihre Katzenbilder auf Tinder präsentiert oder dein Onkel sein geliebtes Fellknäuel mit ins Bett nimmt, ist das immer noch ziemlich verrückt.

Es wird noch schlimmer – auch andere Studien untersuchen, wie gefährlich Katzen wirklich sind:


Gerechtigkeit

Witzig: Mexikos Ex-Präsident erklärt Donald Trump, wie Politik wirklich funktioniert
"Iss nicht den ganzen Kuchen!"

Mexiko und Donald Trump vertragen sich eher nicht so gut. Bereits im Wahlkampf hatte der jetzige US-Präsident regelmäßig gegen den US-Nachbarn im Süden gehetzt, mit dem Bau einer Mauer gedroht und es als das Land der "Drogendealer und Vergewaltiger" bezeichnet. (bento)

Auch seit Trump im Amt ist, hält er seine Anti-Mexiko-Politik aufrecht, die Pläne zum Mauerbau stehen bereits (bento). Grund genug für Vicente Fox Quesada, dem US-Präsidenten sein Amt mal genauer zu erklären.