Bild: Gunnar Birgisson Arngrim
"Sie glauben, dass in Island alles erlaubt ist."

Für Touristen gibt es keine Regeln. So wirkt es jedenfalls manchmal, wenn man sieht, wie sich manche Menschen im Urlaub benehmen. Trotz Verboten werden Absperrungen übertreten, Fotos gemacht oder sogar Gegenstände mitgenommen. Das ist oftmals nicht nur respektlos, sondern es schadet in vielen Fällen auch der Natur. 

Das bekommen auch Islands Bewohner häufiger zu spüren. In einer Facebook-Gruppe hat der Isländer Gunnar Birgisson Arngrim ein Foto gepostet, was ihn und andere Einheimische ziemlich wütend macht: Das Bild zeigt einen mit Moos bewachsenen Hügel, auf denen Worte wie "LIFE" oder "Send Nudes" zu lesen sind. 

Man kennt das auch von einigen Urlaubsfotos am Meer, dort malen Besucher dann Herzen in den Sand. Aber im Moos Nachrichten zu hinterlassen, ist das alles andere als romantisch – sondern schlicht schlecht für die Natur. Denn die Besucher haben das Moos an diesen Stellen einfach herausgerissen. 

(Bild: Gunnar Birgisson Arngrim)

Das Problem: Isländisches Moos ist sehr empfindlich. Es dauert Hunderte von Jahren, bis es nachwächst oder sich erholt. Wer es ausreißt, nur um ein Foto zumachen, zerstört damit die isländische Landschaft. 

Vandalismus entstehe vor allem, weil Menschen es nicht besser wissen. Man würde schließlich auch nicht Korallen vom Great Barrier Reef abbrechen oder seinen Namen an Stonehenge kritzeln, schreibt Nanna Gunnarsdóttir auf "Guide to Iceland". Da das isländische Moos sehr dick und weich ist, lädt es quasi dazu ein, sich hineinzulegen – was natürlich kein Grund sei, es auch zu tun. 

So schön ist die isländische Natur:
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Erst im Mai dieses Jahres verursachten zehn Kilometer lange Reifenspuren in Moosfeldern auf der isländischen Halbinsel Reykjanesskagi einen Langzeitschaden. In den Jahren davor nutzten Touristen massenweise Moos, um ihre Zelte zu isolieren. Aber nicht nur Urlauber zerstören die Natur: Zusammen mit Major Lazer filmte Justin Bieber im vergangenen Jahr das Musikvideo zu "Cold Water" in Island auf einem Lavafeld. Dabei sprangen vier Tänzer auf dem Moos herum. 

Der Schaden an sich sei laut Gunnar Birgisson nicht neu. Er fahre aufgrund seines Jobs in der Tourismusbranche regelmäßig an dem Hügel vorbei und sehe immer wieder neue Schäden. Er hat davon genug: "Sie glauben, dass in Island alles erlaubt ist", sagt er. Es sei schockierend, wie viele Menschen die Natur nicht respektieren und hofft, dass das Foto anderen Menschen die Augen öffnet. (IcelandMonitor)

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Haha

Das kennst du nur, wenn du Ende 20 bist
Beziehungsweise bald 30 wirst

Du hast diese Leute nie verstanden, die sich am Ende ihrer Zwanzigerjahre Gedanken darüber gemacht haben, dass sie bald mal 30 werden. Ist doch nur eine Zahl, du fühlst dich schließlich immer noch wie auf den ersten Dorfpartys. Unbeschwert, wild, bestens in Schuss. 

Trotzdem erwischt du dich jetzt manchmal dabei, wie du plötzlich ganz sentimental wirst. Wenn du dich auf den Fotos vom Abschlussball siehst oder das erste graue Haar am Hinterkopf entdeckst. Oh ja, es ist definitiv da. Aber keine Sorge, du bist nicht allein. 

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