Schätzungsweise 140 Millionen Tonnen Plastikmüll treiben in den Ozeanen und stellen eine Gefahr für Tiere dar. Wie groß diese Gefahr ist, sieht man immer wieder an traurigen Fällen, wie aktuell in Indonesien.

Was ist passiert?

An der Küste Indonesiens fanden Fischer einen toten Wal, der mit knapp sechs Kilogramm Plastik im Magen angespült wurde. Der Müll im Magen des Wals soll unter anderem aus "Plastikflaschen, Plastikseilen, Holz und einem Paar Gummisandalen" bestanden haben, sagte der Leiter des Nationalparks Wakatobi, Laode Ahyar

"WWF Indonesia" teilte auf Twitter Fotos des Wals:

Was im Magen des Wals gefunden wurde, verschlägt einem die Sprache. Im Kadaver befanden sich unter anderem 115 Plastikbecher, 25 Plastiktüten und mehr als 1000 weitere Plastikteile. (Deutschlandfunk)

Indonesien ist der zweitgrößte Verursacher von Plastikmüll.

Laut einer Studie des Fachmagazins "Science" soll Indonesien nach China das Land sein, das am meisten Plastikmüll produziert. Insgesamt sollen es 3,2 Millionen Tonnen jährlich sein, 1,29 Millionen Tonnen gelangen ins Meer. Der Fund des Wals soll das öffentlichte Bewusstsein schärfen und zur Aufklärung beitragen. (Tagesschau)

Mit Material von dpa


Fühlen

Lena Meyer-Landrut über den Hass: "Das geht nicht spurlos an mir vorbei"
Die Sängerin erzählt von Ängsten, Zweifeln und Selbstbewusstsein.

Auf ihrem letzten Album "Crystal Sky" wirkte Lena Meyer-Landrut kühl und ernst. Gut drei Jahre später meldet sich die 27-jährige Sängerin zurück: Ihre neue Single "Thank You" klingt nach Gute-Laune-Pop à la Ed Sheeran – wenn auch längst nicht mehr so unbeschwert und ungebrochen wie zu Beginn ihrer Karriere. Seit Meyer-Landrut 2010 den Eurovision Song Contest gewann und schlagartig zur öffentlichen Figur wurde, hat sie die Schattenseiten des Ruhms kennengelernt. Nun wehrt sie sich gegen Mobbing und Hasskommentare – und schwört auf die Liebe.

Frau Meyer-Landrut, Lena...

...gerne du, wenn das okay ist. Ich muss nicht gesiezt werden.

Noch nie darauf bestanden?

Ich fand das Duzen mit Anfang, Mitte 20 etwas komisch und dachte, jetzt könnte man aus Höflichkeit auch mal Sie zu mir sagen. Aber mittlerweile freue ich mich über das Du, dann ist es entspannter.

Auch deine neue Single "Thank You"klingt nach entspanntem Sommer und Urlaub. Doch in dem Song thematisierst du Angriffe und Hass. Warum gerade jetzt?

Es geht mir nicht nur um Mobbing und Hass im Internet, sondern generell darum, aus etwas Negativem etwas Positives zu machen. Bei der Arbeit am neuen Album hatte ich einen Moment, in dem ich mich neu fokussieren und sortieren musste und mich viel mit diesen Themen auseinandergesetzt habe. Jetzt kann ich endlich darüber sprechen.

Anfang des Jahres hast du dich etwas zurückgezogen.

Es war viel los, viel Lärm. Viele Dinge prasselten auf mich ein, ich habe viel reagieren müssen. Ich habe den Fokus auf mich und meine Mitte verloren. Ich musste alles einmal reflektieren und aufarbeiten, das war der Grund, warum ich mir dann auch eine kleine Auszeit genommen habe, die breit als Krise diskutiert wurde. Dabei war es gar keine Krise im eigentlichen Sinne, sondern der Moment, in dem ich mir gesagt habe, jetzt ändere ich etwas.

Was denn?

Ich habe alles ausgeschaltet und kann mich nun selbst wieder besser hören. Ich habe mich viel mit Ängsten, Zweifeln, Selbstbewusstsein und der Art, mit den negativen Dingen umzugehen, befasst, aber auch damit, wie ich es schaffe, mich auf das Positive zu konzentrieren.

Direkt vor der Veröffentlichung des Liedes hast du noch eine Auswahl an Anfeindungen gegen dich auf Instagram veröffentlicht. Gab es dafür einen konkreten Anlass?