Bild: imago / Robert Harding

Die finnische Hauptstadt Helsinki möchte lebenswerter werden. Dafür sollen Autos Platz machen: Die Stadt möchte sieben Autobahnen abreißen, die weit in die Stadt hineinragen. An ihrer Stelle sollen freundliche Boulevards entstehen, mit genug Platz für:

  • 80.000 neue Wohnungen für rund 250.000 Menschen
  • Wege für Fußgänger und Fahrradfahrer
  • Cafés mit Außengastronomie
  • Parkplätze

Außerdem sollen neue Straßenbahnlinien eingerichtet werden. Bisher fährt die Straßenbahn nur in der Innenstadt, in der rund 200.000 Menschen leben. In Helsinki insgesamt leben rund 635.000 Menschen, in der Region noch einmal so viele.

Helsinki soll so urbaner werden – und zu einer Stadt, in der es sich bequem ohne Auto leben lässt, sagt Anni Sinnemäki, die stellvertretende Bürgermeisterin für Stadtentwicklung.

Das ist zumindest der Plan. Einfach wird der Umbau aber nicht: Ein Gericht hat gerade entschieden, dass vier der sieben Rückbauprojekte von der Stadt nicht ausreichend begründet sind. Vor allem bei der Prognose der künftigen Verkehrsströme sah das Gericht Nachholbedarf.

Unter anderem hatte sich das finnische Verkehrsministerium über den Umbau beschwert.

Die Stadt überlegt nun, ob sie gegen das Urteil Berufung einlegt. Zumindest drei der Projekte gehen weiter wie geplant.


Gerechtigkeit

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Auf den ersten Blick fällt es mir schwer, zu glauben, dass Christian einmal einer der führenden Köpfe der "Autonomen Nationalisten“ war: Er trägt eine Schirmmütze und ein langärmliges T-Shirt, das die Nazi-Tattoos auf seinen Armen versteckt, er hält den Blick gesenkt und wirkt, als ob er möglichst wenig Aufmerksamkeit auf sich ziehen will.