Bild: Unsplash

Der Mensch ist dem Menschen ein Wolf. Deshalb holt sich der Mensch oft lieber ein Haustier – das kann man ohne Widersprüche zutexten, striegeln, füttern, knuddeln. 

Die meisten haben eine Katze oder ein Hund, vielleicht einen Kanarienvogel. Nun haben Forscher sich etwas Neues ausgedacht:

Ein Evolutionsbiologie hat es geschafft, handzahme Füchse zu züchten. 

Lee Dugaktin ist Professor an der University of Louisville und hat das Buch "How To Tame A Fox (And Built A Dog)" geschrieben. Also: Wie man einen Fuchs zähmt (und einen Hund baut). (Scientific American)

Dugaktin beschreibt darin, wie eine Fuchszucht in Sibirien über die vergangenen Jahrzehnte nun tatsächlich Erfolg hatte und Füchse zum Kuscheln kreiert hat. Die sehen dann so aus:

Oder auch so:

Das Forschungsprojekt in Sibirien wurde in den 1950ern von russischen Biologen gestartet. Es ging darum, herauszufinden, wie der Mensch vor Jahrhunderten den Wolf gezähmt hat und zum Hund machte. Eine der Forscherinnen, Lyudmila Trut, war als junge Frau beteiligt, heute ist sie Co-Autorin von Dugaktins Buch (American Scientist). 

In Sibirien züchtete Trut vor allem Schwarzsilberfüchse – die dunkle Variante des Rotfuchses. 

Dugaktin, der nun in Sibirien zu Besuch war, ist begeistert von der Zutraulichkeit der Tiere. "Die Domestizierung hat auf jeden Fall funktioniert", sagt er in einem Interview, "du hast die Tiere nur fünf Sekunden auf deinem Arm und sie lecken dir die Nase und legen ihren Kopf auf deine Schulter."

  • Die Wissenschaftler haben die Tiere Schritt für Schritt an Menschen gewöhnt. 
  • Für die Fortpflanzung haben die Forscher extra die Tiere im Rudel ausgewählt, die am zahmsten sind.
  • Mit jeder neuen der insgesamt 57 Generationen wurden die Tiere zutraulicher .

Dugaktin sagt, nicht nur die Zutraulichkeit habe sich so verändert, sondern auch das Aussehen: "Die Tiere haben buschigere Schwänze bekommen, bei einigen Tieren wurden die Ohren hängender und lappiger." Auch seien die Tiere lockerer:

"Sie wirken nicht so gestresst wie ein normaler Fuchs in der Wildnis."
Lee Dugaktin

So sieht eine der jüngeren Generationen aus:

Was ist deine Meinung zum Thema?
Hier kannst du das Buch der Wissenschaftler bei Amazon kaufen. 

(Wenn du es über diesen Link bestellst, bekommen wir eine kleine Provision)


Gerechtigkeit

Was Merkel auf die Frage antwortet, ob sie Feministin ist

In Berlin treffen sich derzeit einflussreiche Frauen aus Politik und Wirtschaft der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer. Beim W20-Gipfel diskutieren sie, wie Frauen in der Wirtschaft gerechter behandelt werden können – und ob sie sich als Feministinnen betrachten.

In der Diskussionsrunde am Dienstag saßen unter anderem:
  • Bundeskanzlerin Angela Merkel
  • Die Chefin des Internationalen Währungsfonds Christine Lagarde
  • Die niederländische Königin Maxima
  • Die Unternehmerin und Tochter des US-Präsidentin Ivana Trump
  • Moderiert wurde die Runde von der Herausgeberin der Wirtschaftswoche, Miriam Meckel