Bild: Julian Stratenschulte/dpa
Warum das trotzdem nichts bringen wird. Drei Fragen und drei Antworten zu dem Angebot.

Die Rodung des Hambacher Forsts ist vorerst gestoppt (bento). Damit RWE den Braunkohleabbau nicht irgendwann doch fortsetzt, legen die Betreiber der umweltfreundlichen Suchmaschine Ecosia nun ein Angebot vor.

Wer ist Ecosia und was ist das für ein Angebot an RWE?

Die Suchmaschine Ecosia hat nach eigenen Angaben acht Millionen Nutzerinnen und Nutzer. Im Gegensatz zu anderen Suchmaschinen verwende Ecosia die Einnahmen von Anzeigenkunden dafür, Bäume zu pflanzen. 

Außerdem würden dank der Gewinne Rücklagen gebildet. Génica Schäfgen von Ecosia teilte der Nachrichtenagentur dpa mit, dass aus diesen Rücklagen der Hambacher Forst gekauft werden sollte, falls RWE dem zustimme.

Wir denken, dass so ein fairer Interessenausgleich zwischen RWE und der Bevölkerung gefunden werden kann, und verpflichten uns mit dem Kauf der Fläche, die ökologischen und gesellschaftlichen Interessen gemeinsam mit Organisationen zu verfolgen, die sich für den Schutz des Forsts eingesetzt haben und sich dem Naturschutz widmen.
Christian Kroll, Ecosia-Geschäftsführer

Das Angebot von Ecosia für die verbliebenen 200 Hektar Wald liegt bei einer Millionen Euro

Ist das Angebot fair?

Aus dem öffentlichen Kaufangebot verweist der Ecosia-Geschäftsführer, Christian Kroll, auf die Zusammensetzung des Kaufpreises. Dieser ergäbe sich aus

  • dem damaligen Kaufpreis, der heute umgerechnet etwa 500.000 € entspräche,
  • einer jährlichen Verzinsung vom Kaufzeitpunkt bis heute und...
  • ...einer "großzügigen Aufrundung des rechnerischen Betrags".

Das Angebot sei bis zum 31. Oktober 2018 gültig. 

RWE-Chef Rolf Martin Schmitz bezeichnete die Rettung des Hambacher Forsts Ende September als "Illusion" (bento). Müsste RWE auf die Rodung verzichten, würde das für das Unternehmen einen Verlust von vier bis fünf Milliarden Euro bedeuten.

Das Angebot von Ecosia dürfte bei RWE also kaum Interesse wecken.

Um was geht es noch mal beim Hambacher Forst?

  • Der Hambacher Forst in Nordrhein-Westfalen ist nicht mehr nur ein Wald. Für viele Menschen ist er zu einem Symbol für den Widerstand gegen die klimaschädliche Stromgewinnung aus Kohle geworden. 
  • Umweltschützerinnen und -schützer hatten kritisiert, dass der Hambacher Forst kein Schutzgebiet ist, obwohl es dort Bäume gibt, die älter als 300 Jahre sind. Außerdem kämen dort eine seltene Fledermausart und andere streng geschützte Arten vor. Aus diesem Grund besetzten die Aktivistinnen und Aktivisten bereits seit rund fünf Jahren Teile des Waldes, um eine Rodung zu verhindern. (bento)
  • RWE hatte im September mit der Räumung des verbliebenen Teils des Hambacher Forsts begonnen. 
  • Ein Gericht hat nun Anfang Oktober den vorläufigen Stopp der Rodung beschlossen. Damit entsprach das Urteil dem Eilantrag des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND). (bento)

Mit Material von dpa


Today

C&A apologises for Nazi-look sweaters
That sweater might not have been a good idea.

"Division" is written on the children's sweater from C&A. The black font has a white border. The font: Fraktur. Sweaters like these were sold by the fashion chain C&A. The problem: The sweaters are reminiscent of Nazi fashion. "Division Germania" is a right-wing rock band; at Nazi concerts, many men with bald heads appear in Division shirts. (taz)

C&A has now also noticed this, taken the sweaters out of the range and apologized. A C&A spokesman is quoted in "Waz" and "taz" that the company had made a "regrettable mistake".

How did this happen?

At first, a Twitter user had pointed out the similarity. Her accusation: Did C&A consciously take inspiration from a neo-Nazi label?