Bild: dpa / Christophe Gateau
Weitere Proteste am Wochenende

Die Polizei hat ein Protestcamp von "Ende Gelände" in der Nähe des Hambacher Forstes am Mittwochabend geräumt und zusammen mit RWE-Mitarbeitern Zelte abgebaut. Das Camp befand sich auf einem ehemaligen Sportplatz in Manheim, rund 40 Minuten vom S-Bahnhof Buir.

  • Einige Aktivisten hätten passiv Widerstand gegen die Räumung geleistet. Von Dutzenden Aktivisten seien Personalien aufgenommen worden, anschließend hätten sie einen Platzverweis bekommen.
  • Rund ein Drittel der etwa hundert Aktivisten dort hätten das Camp in Kerpen-Manheim zuvor freiwillig verlassen, sagte eine Sprecherin der Polizei Aachen.
  • Das Zeltcamp war auf einem ehemaligen Sportplatz ohne Zustimmung des Energiekonzerns RWE auf dessen Gelände errichtet worden. Das Unternehmen hat laut Polizei Strafantrag wegen Hausfriedensbruch gestellt.
  • Die Polizei hatte mehrere Hundertschaften zusammengezogen. Den Demonstranten sei angeboten worden abzuziehen, wenn sie die größeren Zelte des Camps zurücklassen, damit sie nicht an anderer Stelle wiederaufgebaut werden können.
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Das Aktionsbündnis "Ende Gelände" will am Wochenende wieder mit vielen Demonstranten im und am Hambacher Forst gegen den Abbau von Braunkohle und eine zögerliche Klimapolitik protestieren. Möglich seien Blockaden von Schienen, Zufahrten oder Baggern, um Kraftwerke von der Kohlezufuhr abzuschneiden, hieß es. Ein Sonderzug von Prag über Berlin soll hunderte Menschen in die Region bringen.  

Die Räumung des Camps war absehbar: Die Polizei hatte den Demonstranten einen Standort zugewisen, der weiter entfernt vom Hambacher Forst bei Jülich lag. Das lehnten die Demonstranten ab. Sie zogen vor Gericht, wo sie jedoch verloren.

Die Proteste am Hambacher Forst haben maßgeblich dazu beigetragen, dass RWE dort nicht mit dem Fällen von uralten Bäume beginnen konnte. Ein Gericht stoppte schließlich RWE. Nun muss erst ein Prozess abgewartet werden.

Mit Material von dpa


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