Bild: dpa / James Cook University
Die Erderwärmung hat in wenigen Wochen Hunderte Korallen getötet.

Den Korallen des australischen Great Barrier Reefs geht es schlecht: Zwischen März und November 2016 soll rund ein Drittel des Great Barrier Reefs zerstört worden sein. Genauer: 29 Prozent der Korallen der 3.863 Riffe an der australischen Küste sind abgestorben. (nature/SPIEGEL ONLINE)

Der Grund: Die Korallen haben eine große die Hitzewelle nicht vertragen.

Der Klimawandel sorgt dafür, dass die Wassertemperatur in den Ozeanen ansteigt. Das wirkt sich auch auf die Korallenpopulation aus. 

Dass die Korallen so schnell sterben, habe die Forscher der James Cook University überrascht.

Terry Hughes, Leiter des Instituts für Korallenforschung, sagte im Interview mit dem Guardian, dass die Korallen innerhalb von zwei bis drei Wochen tot waren. Die Wissenschaftler sind von einer längeren Zeitspanne bis zum Absterben ausgegangen. 

Weshalb sterben die Korallen so rasant?

Eigentlich sind Korallen farbenprächtige Nesseltiere, die im Meer gemeinsam mit Algen, so genannten Zooxanthellen, verankert sind. Algen und Korallen profitieren voneinander und leben in Symbiose. Steigen die Wassertemperaturen an, trennen sich die Korallen von den Algen, die Farben verblassen. Auf Dauer können die Riffe nicht ohne die Algen überleben, die Korallen sterben nach einigen Wochen ab. (SPIEGEL ONLINE)

Statt schillernd und bunt sind Teile des Great Barrier Reefs jetzt grau-braun: 

So sieht das Riff mittlerweile aus:

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Die gute Nachricht: Es ist noch nicht zu spät, die verbleibenden Riffe zu retten.

Hughes weist darauf hin, dass die überlebenden Korallen widerstandsfähiger und robuster  sind, als die abgestorbenen Tiere. 

Begrenze man die Klimaerwärmung des Planeten auf unter 2 Grad, wie im Pariser Klimaabkommen festgelegt, gebe es Hoffnung für das Great Barrier Reef: Die hitzetoleranteren Korallen würden überleben, die angeschlagenen sich erholen. Hughes sagt:

Wir müssen alles für den Klimaschutz tun, noch ist das Glas halbvoll.

Fühlen

Hier erzählen drei Menschen, warum sie ihre Angehörigen pflegen
Auch wenn sie in manchen Momenten einfach nur heulen möchten.

Den Beruf aufgeben, um die Eltern zu pflegen? Für Gesundheitsminister Jens Spahn käme das nicht in Frage. Das sagte er am Mittwochabend in der Talkrunde von Sandra Maischberger zum Thema: "Die große Überforderung – wie lösen wir den Pflegenotstand?"

Seine Eltern, erzählte Spahn dort, würden das nicht von ihm erwarten. Er würde aber versuchen, so oft wie möglich nach Hause zu fahren, um zu helfen. In einer früheren Ausgabe von "hart aber fair" sagte Spahn bereits, er könne sich nicht vorstellen, seinen Beruf aufzugeben, um seine Eltern zu pflegen.