Bild: dpa / Caroline Seidel
Drei Fragen und Antworten zur neuen Studie

Das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat wird schon lange kritisiert. Das Pestizid wurde unter anderem in Bier oder in Eiscreme nachgewiesen, soll Krebs erregen und schlecht für die Umwelt sein. Die Chemikalie soll auch für das Insektensterben auf der Welt verantwortlich sein. (bento

Auch Bienen sind davon betroffen, ein direkter Zusammenhang konnte bisher aber noch nicht bewiesen werden. Eine neue Studie zeigt jetzt aber: Glyphosat gehört zu einer der Ursachen, weshalb die Bienenpopulation auf der ganzen Welt schwindet. (SPIEGEL ONLINE)

1 Um welche Studie geht es?

Biologen der University of Texas haben im Wissenschaftsmagazin "Proceedings of the National Academy of Sciences" eine Studie veröffentlicht. Ihr Name bedeutet ins Deutsche übersetzt: "Glyphosat stört die Darmflora von Honigbienen". 

2 Wie schadet Glyphosat den Bienen?

Der Unkrautvernichter greift bei Pflanzen ein besonderes Enzym an, welches beispielsweise Insekten vermeintlich gar nicht besitzen. Die Studie zeigt nun: Das Enzym findet man auch im Darm von Bienen. Glyphosat zerstört also den Enzym-Weg, den die Darmbakterien der Bienen für ihr Immunsystem und ihren Stoffwechsel brauchen. (Tagesspiegel)  

In einem weiteren Experiment wiesen die Forscher nach: Bienen, die früh mit Glyphosat in Kontakt gekommen sind, hatten ein schlechteres Immunsystem und starben früher. 

3 Was bedeutet das für die Insekten in Zukunft?

In der Studie wurde so viel Glyphosat genutzt, wie es auch in der Landwirtschaft getan wird und als unbedenklich gilt.

Dass der Unkrautvernichter bald nicht mehr auf Feldern und Äckern genutzt wird, ist nicht abzusehen: 2017 wurden 4700 Tonnen Glyphosat in Deutschland verkauft, 900 Tonnen mehr, als noch im Vorjahr. (SPIEGEL ONLINE)


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