Bild: Phil Göbel
"Denkt an die Welt, nicht ans Geld!"

"Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns das Klima klaut", schallt es über den Hachmannplatz in Hamburg. Hunderte Menschen haben sich vor dem Hauptbahnhof versammelt, mit Plakaten, Stickern und Trillerpfeifen. Die meisten von ihnen sind Schüler. Ginge es nach dem Staat, müssten sie eigentlich gerade in Klassenzimmern sitzen. Stattdessen streiken sie – für Klimaschutz und eine bessere Welt.

Der Protest ist Teil der "Fridays for Future"-Demonstrationen. Ausgelöst wurden sie durch den Schulstreik der 16-jährigen Greta Thunberg in Schweden. Mittlerweile solidarisieren sich tausende Schüler in ganz Europa mit ihr und stellen dieselbe Botschaft an die eigene Politik. (bento)

Aber worum geht es den Schülern genau bei ihrem Streik? Was wollen sie den Politikerinnen und Politikern sagen? Wir haben die Protestler gefragt.

Moritz, 18 Jahre

(Bild: Phil Göbel)

"Die Frage ist doch, für wen im Moment Politik gemacht wird. Garantiert nicht für uns junge Leute. Der Kohleausstieg ist bis 2038 geplant. Ich glaube nicht daran, dass dieser Termin eingehalten wird. Bis dahin ist es noch zu lange hin. Wir müssen den Klimawandel jetzt stoppen, nicht in ein paar Jahrzehnten."

Monja, 18 Jahre

(Bild: Phil Göbel)

"Die Politik muss endlich auf den Punkt kommen! Es bringt nichts, Vorschläge immer weiter nach hinten zu schieben. Maßnahmen wie das Dieselverbot sind Quatsch, wenn man wegen gesperrten Straßen doppelt so lange Umwege fahren muss."

Clara, 19 Jahre

(Bild: Phil Göbel)

"Ich will später selbst entscheiden können, ob ich Kinder in diese Welt setzen möchte. Wenn die Erderwährmung so schnell weitergeht, kann ich das nicht guten Gewissens tun. Dieser Protest muss bei jedem einzelnen Menschen ankommen, denn am Ende zählt, was jede und jeder einzelne für den Klimaschutz tut."

„Denkt an die Welt, nicht ans Geld!“
Clara
(Bild: Phil Göbel)

Nele, 19 Jahre

(Bild: Phil Göbel)

"Wir haben nur noch wenig Zeit, um den Klimawandel in einem beherrschbaren Rahmen zu halten. Das muss klappen! Wer weiß, was sonst passiert. Bei dem Ziel, das Klima zu schützen, gibt es natürlich viele Baustellen: Den Kohleausstieg, Massentierhaltung, Ausbau von öffentlichen Verkehrsmitteln... Deswegen gibt es auch viele Verantwortliche, die sich darum kümmern müssen. Aber einer muss den ersten Schritt machen!"

Tilda, 19 Jahre

(Bild: Phil Göbel)

"Der erste Punkt, den wir schnellstens ändern müssen, ist der Kohleausstieg, speziell aus der Braunkohle. Es ist unsere Zukunft, nicht eure! Im letzten Jahrzehnt ist im Umweltschutz so gut wie gar nichts passiert. Wir müssen jetzt den Arsch hockriegen!"


Gerechtigkeit

Barack Obama erklärt, was es bedeutet, ein guter Mann zu sein
"Du musst nicht acht twerkende Frauen um dich herum haben, damit du dich männlich fühlst."

Wie wird man ein guter Mensch und was ist eigentlich "männlich"? Barack Obama wurde auf einer Podiumsdiskussion in Oakland von einem jungen Mann gefragt, was für ihn Männlichkeit bedeutet – und hatte eine deutliche Antwort.

Bei der Veranstaltung handelte es sich um ein Jahrestreffen der "My Brother's Keeper Alliance" (abc). Die Stiftung hatte Obama nach dem Tod von Trayvon Martin gegründet. Martin wurde 2012 in Florida von einem Nachbarn erschossen, weil dieser den schwarzen Jugendlichen aufgrund seiner Hautfarbe "verdächtig" fand.

Was Barack Obama über Männlichkeit denkt, siehst du oben im Video.