Bild: WDR
Im Aasee in Münster sind hunderttausende Fische verendet. Zwei Fragen dazu

Horst Kröber trauert derzeit wie viele andere Angler um 20 Tonnen verendete Fische. So viele Tierkadaver sind Ende vergangener Woche aus dem Aasee in Münster gezogen worden. 

Die Ursache des Fischsterbens war das heiße Wetter. In der Nacht zum Donnerstag hatte das Sterben der Grünalgen dazu geführt, dass die Sauerstoffwerte im Aasee unter die kritische Schwelle von zwei Milligramm pro Liter Wasser gesunken waren. Für viele Fische das Todesurteil. Nach Schätzungen des Landesfischereiverbandes könnte es rund zehn Jahre dauern, bis der Bestand wieder hergestellt ist.

Den Chef des Fischereiverbandes Westfalen rührte dieser große Schaden für Umwelt und Natur zu Tränen:

Im Interview mit dem WDR sagte Kröber:

"Vor allem ist man so emotional dadurch, dass das Fische sind, die man selbst oft geangelt hat, die man selbst gerne fangen wollte und mochte – und jetzt sowas, wie dort vorgekommen ist, trifft mich ganz tief in meiner Seele."

Wie geht es nun weiter?

Mittlerweile sind Hochleistungspumpen im Einsatz, um verbliebenen Fische zu retten. Sie pumpen laut WDR stündlich Tausende Liter Wasser in den See, um ihn wieder mit Sauerstoff anzureichern. Die Pumpen sollen laut der Stadt Münster zunächst bis zum Montag im Einsatz bleiben.

Wie sieht es andernorts aus?

Der heiße Sommer hat die Temperatur in vielen Flüssen und Seen in den vergangenen Wochen ansteigen lassen. Als kritischer Wert gilt 28 Grad. Dann kann das Wasser nicht mehr genug Sauerstoff aufnehmen.

  • Im Hochrhein hatte Anfang der Woche ein hitzebedingtes Fischsterben begonnen. Auch dort wurden Tonne toter Fische eingesammelt, wie der schweizerische Fischereiverband bestätigte. (SPIEGEL ONLINE).
  • In Hamburg wurden in den vergangenen Wochen massenweise tote Fische aus dem Wasser gesammelt. Die Tiere werden in Müllverbrennungsanlagen entsorgt. 
  • Zudem sind zahlreiche Stauseen von dem Problem betroffen.
  • Im Neckar waren vorbeugende Belüftungsmaßnahmen nötig, um dem Flusswasser mehr Sauerstoff zuzuführen.
  • In Berlin wurden binnen etwa zwei Wochen fast sieben Kubikmeter tote Fische abgefischt und entsorgt (SPIEGEL ONLINE).

Mit Material von dpa


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