3 Fakten

Die Antarktis schmilzt, der Meeresspiegel steigt. Die extremen Wetterphänomene nehmen zu, in wärmeren Regionen kommt es immer häufiger zu großen Dürren. All das sind Auswirkungen der Erderwärmung und des Klimawandels.

Fast alle Klimaforscher sind sich einig: Der Klimawandel ist vom Menschen gemacht.

Läuft alles weiter wie bisher, steigt die Temperatur in der Antarktis bis 2070 um drei Grad, schreiben Forscher der University of Leeds im Fachmagazin "Nature". Wenn sich die Welt jetzt an strenge Klima- und Umweltschutzregeln halten würde, stiege die Lufttemperatur hingegen nur um 0,9 Grad. Viele Länder der Erde haben daher Klimaschutzziele bis 2030 vereinbart.

Ein Land, das seine für 2030 gesteckten Klimaziele schon jetzt schaffen könnte: Schweden.

Schweden hatte sich zum Ziel gesetzt, bis 2030 insgesamt 28,4 Terawattstunden an erneuerbaren Energien zu produzieren. Nun meint das Energieministerium, diese Masse schon bis Jahresende produzieren zu können. (Energieministerium, auf Schwedisch)

Auch das "World Economic Forum" veröffentlicht die entsprechenden Zahlen. Die Fakten:

  1. Demnach hofft das skandinavische Land, bis Jahresende 3681 neue Windturbinen in Kraft zu nehmen. 
  2. Die würden jährlich auf etwa 19,8 Terawattstunden Energie kommen. Gemeinsam mit anderen Energieerzeugern wie Wasserkraft würde das Ziel erreicht. 
  3. Insgesamt will Schweden bis 2040 100 Prozent seines Stroms aus erneuerbaren Energien erzeugen. 
Wenn man sich Ziele setzt und loslegt, dann geht plötzlich alles sehr schnell.
Klimaministerin Isabella Lövin, "The Local"

Also ist alles super?

Nein. Die europäische Nichtregierungsorganisation CAN hat die Klimaziele der EU-Länder untersucht – und stellt in ihrer Analyse bei allen Mängel fest. Viele Länder tun demnach nicht genug gegen den Klimawandel.

Schweden liegt immerhin im Ranking an erster Stelle. Das skandinavische Land sei auf gutem Weg, seine nationalen Ziele für Emissionen und Energie zu erreichen. Außerdem setze sich Schweden für ehrgeizigere Ziele innerhalb der EU ein. Dem Skandinaviern fällt es jedoch auch leicht: Durch ihre Geografie können sie viel Wind- und Wasserkraft generieren.

In Deutschland sieht es weniger gut aus. Die Regierung hat bereits zugegeben, ihre Klimaziele nicht zu schaffen.


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